Marotten-Stöckchen

Damit ich nicht ständig nichts schreibe, sammel ich heute mal ein Stöckchen auf, von piri.

 

Marotte Nr.1

Ich schliesse beim Zähneputzen die Augen.

 

Marotte Nr.2

Wenn mich die Nase juckt, dann lege ich meine flache Hand drauf und bewege sie ganz schnell hin und her. Effizient und geräuschvoll.

 

Marotte Nr.3

Ich lasse Schubladen offen, manchmal bis ich das gebrauchte Ding, das da rein gehört, wieder zurücklege.

 

Marotte Nr.4

Wenn mir langweilig ist, besonders unter Leuten, fange ich an zu summen.

 

Marotte Nr.5

Ich bin ein Morgenmuffel. Die Zeit zwischen Aufstehen und Frühstücken möglichst kurz zu halten, bessert die Lage erheblich.

 

Es gibt mit Bestimmtheit noch mehr. Bücher in Stapeln zu lagern, zum Beispiel.
Jetzt bin ich gespannt auf eure Marotten. Das Stöckchen kann mitnehmen, wer will.

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acht unnötige Neuigkeiten

Das Stöckchen von bonafilia ist mir direkt vor die Füsse gefallen. Ich nehms mal auf und verrate Euch acht Dinge über mich, die Ihr möglicherweise noch nicht wisst.

Ich liebe Glöckchen, Klangspiele, alles dergleichen, vorallem, wenn sie von selbst klingen, durch einen Luftzug oder eine zufällige Berührung beim Vorbeigehen zum Schwingen gebracht. Manchmal trage ich eine Klangkugel um den Hals und spiele damit rum weil es so schön klingt.

Ich liebe Kerzenlicht. Wenn es mir nicht gut geht, zünde ich Kerzen an. Sie protestieren für mich gegen das Dunkel.

Es kommt öfter vor, dass ich in ein Zimmer gehe, um etwas zu holen und wenn ich dort angekommen bin, weiss ich beim besten Willen nicht mehr, was, weil ich längst mit meinen Gedanken woanders bin. Wenn ich durch irgendetwas abgelenkt werde, kann es sein, dass ich nicht mehr zu Ende denken kann, manchmal sogar, dass ich ein Wort nicht zu Ende sprechen kann. Ich weiss dann manchmal nicht mal mehr, wovon ich gerade sprach.

Wenn ich alleine bin und viel zu tun habe, rede ich laut mit mir selber und sage mir, was ich als nächstes tun muss, damit ich den Faden nicht verliere und nichts vergesse.

Ich musiziere leidenschaftlich gerne. Ich könnte es stundenlang tun, ohne gross zu ermüden. Es fasziniert mich, es fesselt mich, es erfrischt mich, es tut mir gut. Manchmal muss ich sehr achtgeben, dass ich darüber nicht alles andere vergesse: Arbeit, Familie, Essen…

Die Farbe orange ist unübertreffbar schön.

Ich habe manchmal das Gefühl, Bäume oder Pflanzen reden mit mir.

Ich kann unaufgeräumte Zimmer nicht ausstehen, aber ich schaffe es nicht, die Kids zu Ordnung anzuleiten.

Und so manches andere hab ich auch nicht im Griff. Das Wenigste eigentlich. Aber das heb ich mir für ein nächstes Mal auf ;-)4stats Webseiten Statistik + Counter
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Nachtrag: Wer mag, nehme das Stöckchen auf. Bitteschön!

Wenn ich nur noch ein Jahr leben könnte…

…würde ich:

  • Gesangsstunden nehmen
  • Soviel Musik machen wie möglich
  • Liebe weitergeben, so viel ich kann
  • Jeden Augenblick geniessen
  • Aufräumen
  • Malen

Das fällt mir spontan zu diesem Stöckchen auf zentaos Blog ein.

Die Antworten gehen wohl bei den meisten Menschen in die selbe Richtung: tun, was man schon lange mal tun wollte und mehr Zeit mit den Liebsten verbringen.
Und jeder weiss, es würde sich lohnen, jetzt schon auf diese Art zu leben.

Aber wer bedenkt, dass es auch eine gänzlich andere Situation wäre? Wahrscheinlich wüssten einige, dass ich nur noch ein Jahr zu leben hätte und wir würden deshalb wohl anders miteinander umgehen. Nachsichtiger, barmherziger. Wir müssten uns danach ja nicht mehr ertragen…
Wir würden offener über den Tod reden, das Drumherum regeln, bevor es so weit ist. Ich wollte das.

Je länger ich darüber nachdenke, desto unsicherer werde ich. Ich weiss nicht wirklich, wie ich darauf reagieren würde.
Ich denke, da würde auch viel Trauerarbeit dabei sein. Vorallem anfangs. Viele Abschiede, nicht nur von Menschen, auch von Orten, Düften, Stimmungen, Abschied vom Leben. Ich hänge daran, merke ich. Und ich möchte noch lange nicht gehen, sondern noch viel lernen, so viel ich kann.

Das aber tue ich schon jetzt.

Das erste Stöckchen

Bardamu hat es liegengelassen.
Ich nehm es wieder auf.

  1. Nimm das erste Buch in deiner Nähe (das mindestens 123 Seiten hat)
  2. Öffne das Buch auf Seite 123
  3. Finde den fünften Satz
  4. Poste die nächsten drei Sätze
  5. Wirf dein Stöckchen an fünf drei weitere Blogger

Also: Hinter mir liegt Die rote Katze von Luise Rinser.
Ich hab noch nicht bis S. 123 gelesen, aber dort steht:

Aber ich hörte nicht auf, den kühlen Rahm in den ausgedörrten Mund zu streichen, und winzige Schluckbewegungen zeigten mir, dass doch ein wenig davon in den armen, verbrannten Hals gelangte.
Endlich kam Peter mit Brot und Butter. Gierig begann Tante Emily zu schlingen.

Aus der Geschichte „Ein alter Mann stirbt“.

Ich werf das Stöckchen weiter an Die Wächterin, Nina und The Compleat Gentlemean und bin gespannt, wer es weiterwirft und was ihr so für Bücher rumliegen habt.