Gartenlektionen – Arbeiten wie atmen

Kürzlich arbeitete ich in unserem grossen Garten, der in den letzten Tagen zum Regenwald geworden ist: ein undurchdringlicher Dschungel an manchen Stellen.

Ich jätete den Hang mit den Brombeerranken und dem Schachtelhalm und der Garten lehrte mich während ich arbeitete. Ich wollte nicht irgendetwas erreichen, nicht in einer gewissen Zeit fertig sein mit meiner Arbeit. Irgendwo muss man mal anfangen, dachte ich und wollte einfach nur arbeiten, bis ich müde bin und an einem anderen Tag damit weitermachen.

Ich verbrachte zwei Stunden, die wie im Flug vergingen und kam vorwärts, wie ich es nie gedacht hätte. Das Arbeiten war mühelos und bereitete Freude.

Genau an diesem Punkt, wo ich es forcieren wollte, wo ich schneller sein wollte, als mein gutes Fliesstempo war, da wurde es anstrengend und mühsam. Genau, da, wo ich mich innerlich auflehnte und gegen die Ranken stemmte, wurden sie undurchdringlich und kratzten meine Arme auf. Die Arbeit wurde mühsam und anstrengend und ich fühlte mich, als sei die ganze Welt gegen mich.

 

Wenn uns in unserem Leben irgendetwas begegnet, das wir uns anders wünschen, etwas, das nicht so ist, wie wir dachten, es müsste sein oder etwas, das ein unhaltbarer Zustand ist, dann begehren wir innerlich auf.
Wir empören uns. Wir schimpfen darüber – laut oder nur innerlich.
Wir regen uns auf. Wir nerven uns daran. Wir sind wütend.

Wir denken immer wieder darüber nach. Und wir haben das Gefühl, wir müssten und könnten im Inneren einen Muskel anstrengen, der dann bewirkt, dass dieses ungeliebte Äussere sich ändert.
Das merkt man daran, wie wir über darüber sprechen, was wir tun oder tun möchten.

Es ist angestrengt oder mit einer Art Unzufriedenheit oder Empörung darüber, wie etwas ist. Man hört die Auflehnung im Tonfall und in der Wortwahl.

Wir möchten, dass es nicht so ist, wie es gerade ist. Wir sind nicht einverstanden damit, dass es jetzt gerade so ist. Wir lehnen uns dagegen auf, dass es jetzt so ist. Und meinen, ohne diese Auflehnung könnten wir nicht aktiv werden, uns nicht wehren. Wir meinen, ein Tun um die Sache zu ändern käme aus der Auflehnung und je höher dieses innere Dagegenstemmen sei, desto kraftvoller sei die Tat, die den Zustand ändert.

Allein die Auflehnung ändert nichts am Sosein der Dinge. Wir können das Sosein der Dinge nicht ändern. Die Dinge sind so, wie sie sind, jetzt gerade, und das hat nichts mit Resignation, sondern mit Realität zu tun.

Aber wir wissen, dass alle Dinge sich beständig ändern. Deshalb können wir etwas tun, das die Dinge in eine bestimmte Richtung bewegt.

Auch dieses Tun muss aber frei von jener inneren Muskelanstrengung sein. Weil dieser innere Muskel es nicht ist, was uns zur Tat führt. Und weil dieser innere Muskel nicht das ist, was wirkt. Er spannt sich bloss an und verbraucht unsere Energie. Energie, die dann nicht für das Tun zur Verfügung steht. Energie, die den Geist belegt. Den Geist, das Denken, das wir zum klaren Tun bräuchten.

Die Tat, das Tun muss aus einer Art Fliessen kommen. Man ist wach, sehr wach, innerlich, und klar. Man weiss genau, was man tut und was dieses Tun bewirkt. Man forciert nichts. Man tut einfach in einem guten Rhythmus das, was zu tun ist. So, wie man ruhig ein- und ausatmet. Es ist ein Schwingen. Eine Art Tanzen. Der innere Muskel ist nicht angespannt. Man lässt sich sozusagen tragen von dem, was gerade ist, von dem Fliessen des Tuns, von den Bewegungen, die man dazu tun muss.

Die Kreativität erreicht den höchsten Grad. Es ist nicht eine Kreativität, die aus dem Denken kommt, sondern eine, die aus dem Innersten Fliessen kommt. Man ist kreativ, schöpferisch.

Die Bewegung geht nicht nur in eine Richtung. Es gibt Saat und Ernte. Es gibt Tag und Nacht. Es gibt Einatmen und Ausatmen.

Es gibt diese beständige Steigerung, die wir heute in allen Bereichen des Lebens, vorallem in den Tätigkeiten so leben wollen, nicht. Das entspricht keinem Naturgesetz. Wir selber sind dafür nicht gemacht.

Selbst Gott hat am siebten Tag geruht. Und selbst eine Maschine muss man anhalten um sie zu reinigen und zu reparieren.

Das Geheimnis des wirkungsvollen Tuns liegt darin, als erstes hinzuschauen, was ist. Den Dingen zu erlauben, dass sie sind, wie sie sind. Einem selbst zu erlauben, dass man ist, wie man ist. Man muss nichts hinzufügen, um zu sein.

Wenn man so wach hinschaut, kann man auf die Dinge antworten und eingehen. Man gibt das mit hinein, was man ist und wozu man fähig ist. Und dann schaut man wieder, wie es weitergeht. Wie die Situationen, die Menschen antworten und wie das Leben antwortet.

Es ist ein stetiger Wechsel zwischen sehen, was ist und selber etwas beitragen.

Wie atmen. Ein und aus.

Trauer ist vielschichtig

Heute Morgen las ich einen wunderbaren, sehr treffenden Artikel über Trauer. Es ist genau so.

Ich denke darüber nach, ……. Wie sie sich zusammensetzt und dass es das kaum je gibt: pure Trauer. ………Von den Verdrängungsmechanismen und dem Schockzutand, von der vodergründigen Geschäftigkeit und den nächtlichen Zusammenbrüchen.

Und davon, wie die Trauer in die Seele einsickert und sich dort einnistet, ganz allmählich und mit einer langsamen Bewegung, weil sie weiß, sie hat alle Zeit der Welt. Sie ist gekommen, um zu bleiben.

Das Verstummen bei der Todesnachricht, der Kopf, dem klar ist, dass das tatsächlich stimmt, die Gefühle, die nicht nachkommen, Erleichterung, Schuldgefühle, weil man nicht erleichtert sein darf, wenn ein lieber Mensch stirbt, Schuldgefühle, weil ich doch dies oder das hätte tun, sagen oder sonstwas müssen, Fragen ohne Ende, das Meer voll ungeweinter Tränen und kein ruhiger Ort für mich, an dem ich sie hätte kommen lassen dürfen, die Einsamkeit, weil der einzige Mensch, der meine ganze Geschichte erfassen konnte, und auch jetzt genau wüsste, wie es mir geht, nun nicht mehr da ist, und das ohne Abschied, all das habe ich genau so erlebt, wie die Autorin.

Trauer ist vielschichtig. Und mächtig. Sie kann uns lähmen, uns vereinnahmen und anfüllen mit einer Wucht von Gefühlen, die wir sonst im Leben kaum kennen. Sie ist wie die Schattenseite von großer Liebe oder großem Glück – etwas, das schon immer da war als Möglichkeit und das sich jetzt entfaltet. Gekoppelt an die unbarmherzige Erfahrung von totalem Verlust, ist sie wie ein Schatten, der uns fortan begleitet, mal heller, mal dunkler, aber immer da. Und zugleich ist sie das, was den Gegenpol, das Glück, die Liebe, den Genuss all der schönen Dinge dieser Welt, noch heller leuchten lässt.

Ich hadere mit diesem Teil noch. Trauer ist der Schatten, der immer da ist, der Gegenpol. Ich fürchte mich vor dieser Schattenseite, die umso grösser ist, je grösser das Licht – und umgekehrt. Ich fürchte mich davor, das Liebste eines Tages zu verlieren.

Etwas in mir weiss, dass das so sein muss. Und der andere Teil ist einfach müde und wütend, dass es so sein muss. Ich bin gezwungen, zu akzeptieren, dass dieses Gesetz unabänderlich ist, und das passt mir nicht. Ich werde nicht gern gezwungen. Mein Herz ist noch nicht bereit, nachzugeben. Eines Tages wird es einwilligen, dass es so ist, wie es ist. Jetzt noch nicht.

letzter Wunsch

Welchen Sinn hat das alles? Worauf kommt es an?
Warum gibt es Menschen, eine Erde, das All? Wozu?
Das ist keine Kinderfrage.

Die Trauer ist so anders. Vermischt mit etwas Diffusem, etwas, das nach dem Betäubtsein der ersten Tage die Sicht vernebelt und die Tränen erstickt. Und wenn sie fliessen können, lösen sie nichts.

Ich verstehe die Welt nicht mehr. Meine Fragen finden nur neue Fragen und Antworten gibt es nicht. Mein Weltbild ist gehörig ins Wanken gekommen. Ich weiss nicht mehr, was ich glauben soll. Gibt es diesen Gott, so, wie wir ihn meinen zu kennen? Kann man ihn überhaupt kennen? Er sagt nichts. Jedenfalls nichts, das ich hören würde.

Die Gedanken an deinen Tod sind nicht mehr so ungestüm und omnipräsent. Ich habe gegoogelt und bin ziemlich erschrocken, wie einfach man zu meinen beiden Suchbegriffen Seiten mit detaillierten Anleitungen findet. Nüchtern und sachlich formuliert, manchmal umschmückt mit im Voraus gefundenen Überlegungen und Argumenten von solchen, die ihr Abtreten öffentlich und akribisch geplant haben und nun ihre Erkenntnisse wenigstens noch an Leidensgenossen und Hinterbliebene weitergeben wollen. Eine Versicherung, dass es möglichst kurz und schmerzlos sei.

Aber gibt es die? Hast du die Seiten auch gefunden?
Ich hoffe es und dass deshalb dein Tod einigermassen kurz und erträglich war.
Man ist allein in diesen letzten Minuten. Niemand weiss. Und ich habe keine Ahnung.

Niemand hat das. Niemand kann auch nur im Entferntesten nachvollziehen, wie gross das Leid sein muss, damit jemand an diesen Punkt kommt. Niemand kann diese grausame Einsamkeit wirklich nachspüren. Niemand hat Antworten, wie es nachher weiter geht. Ob der unerträgliche Schmerz im Augenblick des Todes aufhört?

Das habe ich vor ein paar Tagen geschrieben. Die Zeit fliesst weiter und das Leben mit. Ich habe mich damit abgefunden, dass du nicht zurückkommst und dass ich dich nichts mehr fragen und dir nichts mehr erzählen kann.

Man muss mit den Lebenden leben.
Sinn stiften, statt ihn zu finden.
Anderen Menschen erlauben, einem zu beschenken.
Sich um das Geben, statt um das Erhalten kümmern.

Ich wünsche dir Ruhe, dort, wo du bist, und dass dein Leiden ein Ende hatte.
Ich wünsche dir, dass du dort angekommen bist, wo du gehofft hast, anzukommen.
Ich wünsche dir Licht und Frieden.

Es ist angekommen

Schleichend hat sich die Trauer einen Weg in mein Herz gefressen und langsam einen Stausee gebildet. Manchmal bricht der Damm.

Die Tränen schmecken bitter. Ich bin nicht damit einverstanden, dass du einfach fortgingst. Aber du stellst mich vor vollendete Tatsachen und das zwingt mich, Ja dazu sagen. Ich weigere mich. Ändern kann ich es doch nicht.

Niemand kann es mehr ändern. Niemand kann mehr etwas dagegen tun. Niemand kann dich mehr liebhaben, bis du wieder gesund bist. Es ist endgültig. Du bist fort. Du kommst nicht wieder. Jetzt weiss ich, warum es Schicksals-Schlag heisst.

Ich kämpfe gegen das Selbstmitleid. Es vergiftet und erstickt die Tränen und brennt ein Loch in meine Seele. Es hält die Trauer in einem Netz aus Fragen gefangen. Warum hast du dich nicht von mir verabschiedet? Du bist einfach gegangen, ohne etwas zu sagen. An mich hatte ich nicht gedacht, als wir vor ein paar Wochen über deinen Abschied redeten.

Was habe ich dir bedeutet? Wusstest du, was du mir bedeutet hast? Wusste ich es? Deine wohl beste Freundin sei ich gewesen, formulierte der Pastor. Beste Freundin impliziert eine Handvoll weitere gute Freundinnen. Ich kenne aber niemanden, den ich so bezeichnen würde. Das erschreckt mich.

War ich deine beste Freundin? Ich weiss es nicht. In den letzten schweren Jahren war ich es dir zu wenig.

Ich habe bei der Trauerfeier deinen Lebenslauf vorgelesen, den du in der Nacht vor deinem Tod verfasst hattest. Teile meines Textes wurden vorgelesen. Ich habe viele Komplimente und Bewunderung für beides geerntet. Es hat weh getan.
Wie kann man das, wenn man die beste Freundin ist? Ich wollte es für dich tun. Das Weinen habe ich währenddessen tief in mir eingeschlossen, damit es mein Herz nicht wegspült.
Viele Menschen kamen, erzählten von dir, auch Fremde und solche, die ich nur von Weitem kannte. Sie umarmten mich und weinten sich an meiner Schulter aus. Sie luden mir ihre Trauer und ihre Fragen auf die Schultern. Sie erzählten mir, wie sie das Schreckliche einordnen und wollten meine Zustimmung zu ihren Antworten. Ich hörte zu, ich nickte, ich umarmte sie, im Inneren ein Meer aus Tränen, und kam mir vor, als wäre ich du.

Jetzt bin ich wieder zu Hause. Mein Herz sucht einen Ausweg, die leere Stelle zu füllen, die du hinterlassen hast. Es gibt sie nicht. Keinen Ausweg und keine, die die leere Stelle füllen könnte.

Ich denke oft an dich. Frage mich, was du antworten und fragen würdest, wenn ich dir von dem erzählte, was ich gerade erlebe.
Aber du bist fort. Du bist tatsächlich fort.

Es gibt keine Antworten. Meine alles überspülenden Gedanken haben ihre Worte verloren. Die Fragen sind ohne Fragezeichen.
Mein Leben geht unerbittlich weiter, auch wenn ich die Zeit ein paar Tage zurückdrehen wollte, ein paar Tage nur, um dir wenigstens Lebewohl zu sagen, dich noch ein Mal zu umarmen, dir zu sagen, was du mir bedeutet hast, dich gehen zu lassen. Ein paar Tage um dir zu danken für alles, fürs Zuhören, und überhaupt…

 

Abschied

Nun bist du fort. Für immer unerreichbar. Unvorstellbar und doch war es vorauszusehen, nur verdrängt. Wem erzähle ich nun mein Leben? Wer kennt meine ganze Geschichte?

Tausend Gedanken stürmen meinen Kopf. Sie sind schneller, viel schneller als sonst, eilen atemlos, planlos von einer Ecke in die andere. Ich kann sie nicht sortieren. Sie halten mich wach. Ich denke sie nicht. Sie denken mich.

Wo bist du jetzt? Wohin kommt man, wenn man stirbt? Und wenn man so stirbt auch? Kannst du mich sehen?

Es war vorauszuahnen, dass du eines Tages deinen Versuch von vor drei Jahren wiederholen würdest, diesmal aber richtig. Das ist dir gelungen und darauf bin ich nicht stolz.

Ich wusste nicht, dass Trauer so anders ist, wenn jemand aus eigener Entscheidung ging. Es gibt vor lauter Gedanken und Entsetzen keinen Platz für sie. Noch nicht.

Ja, ich war die einzige, mit der du offen und laut darüber nachdenken konntest, wie es wäre, wenn. Ich bin nicht weggerannt, habe nicht geschimpft, nicht geweint, dir keine Vorwürfe gemacht. Ich wusste um die Dunkelheit in dir seit jenem Februartag. Dunkelheit, die nichts und niemand vertreiben konnte, nicht einmal Gebet.

Wie soll ich dir Vorwürfe machen, dass du nicht mehr damit leben kannst? Wie soll ich dir Vorwürfe machen, du würdest deine Familie im Stich lassen, wenn ich dich doch kenne, du, die alle anderen immer vor dich gestellt hast, immer geholfen hast, dich verschenkt hast? Wenn so eine wie du dahin kommt, diesen Weg zu wählen, dann darum, weil sie die Hölle, in der sie lebt, nicht mehr aushält. Nicht weil sie zu schwach gewesen wäre, sondern weil so etwas unvorstellbar Grauenvolles einfach nicht auszuhalten ist. Wie hast du das bloss die drei Jahre lang überlebt? Wie konntest du so lange immer noch einfach geradeaus gehen und deinen Alltag gut bewältigen, im Inneren ein einziger Abgrund? Wie konntest du mir aufmunternde Nachrichten schicken als ich eine zweite Fehlgeburt erlitt, während du doch selber so tief unten warst, wie man tiefer nicht sein kann? Wie in einem Schacht fühltest du dich, immer tiefer rutschend, nichts dagegen tun könnend.

Wie hätte ich etwas dagegen tun können?

Aber die Gedanken kommen. Hätte ich anders reagieren sollen? Etwas anderes sagen sollen? Hätte ich mehr für dich dasein sollen? Hätte das was geändert?

Ja, ich wäre diesen letzten Weg mit dir mitgegangen. Auch wenn ich noch immer nicht weiss, ob es richtig ist, das zu tun. Du hast die Argumente gründlich aufgeweicht, ohne etwas zu sagen.

Jetzt bist du fort. Für immer. Ich weiss nicht, wer mir je so zuhören kann, wie du es konntest. Ich weiss nicht, wer solche Fragen stellt, die mitten ins Zentrum treffen, mich herausfordern, die mich niemals in Frage stellen, aber die sanft an die Tür stupsen, die ich die ganze Zeit übersehen habe. Ich weiss nicht, wer mir je diese Freundin sein soll, die mir niemals einen Vorwurf macht, wenn ich mich eine Weile nicht melde, weil sie weiss, dass mir immer im dümmsten Moment einfällt, dass ich anrufen könnte, zu Unzeiten, zu denen man einfach nicht anrufen kann.

Ich habe mich nicht von dir verabschiedet. Ich wusste nicht, dass es Zeit gewesen wäre. Vielleicht war ich so ruhig, als wir darüber redeten, weil ich meinte, das dürfte ich dann, einst am Tag X. Ich meinte, ich könnte dir all das noch sagen, was ich dir sagen wollte. Ich dachte, dass du einen leichteren letzten Weg nehmen würdest. Sauber und leise. Ruhig und still und vorbereitet. Und dass ich es wüsste, nicht, dass du mich damit erschreckst. Ich hätte dich gerne begleitet, auch wenn es mir das Herz gebrochen hätte.

Jetzt bist du fort. Ich kann es nicht glauben. Ich kann nicht weinen.
Ich kann nur meinen alles überspülenden Gedanken zuhören und mein Leben ein wenig für dich mit leben. Jetzt erst recht.

Ich fürchte den Moment, wo es bei mir ankommt, dass du fort bist. Für immer.

Linsensalat

linsensalatMögt ihr wieder mal ein Rezept? Ich weiss gar nicht, wann ich das letzte publiziert habe. Egal, diesen Salat mochte sogar Sohnemann, der nicht wahnsinnig auf „häääältifooood“ steht. Sein Kommentar: Der ist ziemlich gut. Nicht so schlecht, wie ich mir das vorgestellt habe.

Also guckt mal in euren Vorrat. Ihr braucht:

200g Linsen, egal welche
2 Karotten
2 Zucchini

für das Dressing:

3 Essl. Olivenöl,
2 Essl. Balsamicoessig,
1 Essl. Dijonsenf,
2 Essl. Joghurt,
etwas Ahornsirup,
Gewürze (Kräutersalz, Salatkräuter oder Paprika, Pfeffer…. was euch schmeckt)

Und dann an die Arbeit!

Ich habe vier verschiedene Linsensorten genommen. Die brauchen unterschiedliche Garzeiten. Wenn ihr nur eine Sorte habt, macht nichts. Dann passt ihr die Garzeit einfach an. Hier findet ihr alle nötigen Informationen.

Für meine Variante sah der Arbeitsablauf so aus:

50g Tellerlinsen in leicht gesalzenem Wasser ca. 15 Min. kochen. In der Zwischenzeit Karotten schälen und in 1cm Würfel schneiden. Zucchini ebenfalls würfeln. Dann
50g Belugalinsen und
50g grüne Linsen dazugeben, weitere 25 Min. kochen.
50g rote Linsen zugeben, Zucchini und Karotten zugeben und alles nochmal 10 Min. kochen.

Während der Kochzeit das Dressing zubereiten.

Nach dem Kochen Linsen und Gemüse absieben und noch warm mit dem Dressing vermischen. Etwas ziehen lassen. Der Salat schmeckt auch am nächsten Tag!

Witz des Tages

(Ich lebe noch. Wenn auch mit weniger schreibbaren Worten als auch schon. Aber mit so viel Glück im Inneren wie seit langem nicht.)

 

Auf der Rückseite meines heutigen Kassenbons lese ich:

Unsere Kassenbons enthalten keine schädlichen Bisphenole.

Haha, so ein Witz, denke ich, aber gleichzeitig packt ihr einen Grossteil der Lebensmittel in Folie mit ebengenanntem Stoff ein.
Fehlt nur noch, dass drauf steht, das Papierchen sei vegan.