Handwerke

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Eine neue Tasche hab ich kreiert.
Sie ist aus Resten eines Verdunkelungsvorhangs gefertigt, oben mit einer Plastiktaschenborte verschönert und natürlich mit Schriftzug in meiner derzeitigen Lieblingstechnik versehen.
Ich werde sie als Werbeträger selbst verwenden. Sie hat als Prototyp den einen oder anderen Schönheitsfehler. Der Rest des Stoffes reicht noch für ein paar weitere Einkaufstaschen. Ich bin gespannt, wie sie alle aussehen werden.

Meine Knopfketten brauchen einen Motivationsschub. Ich hab ihnen heute Visitenkarten bestellt und werde diese meinen Freunden verteilen. Mal sehen, was aus dem Ganzen wird.

Als drittes Projekt entstehen Kindersweatjacken. Die Reissverschlüsse sollten unterwegs sein und dann kanns weitergehen. Ich werde euch Bilder zeigen, wenn sie fertig sind.

Wie hier auf meinem Blog, kann ich mich wieder mal nicht auf ein Thema beschränken. Das ist einfach nicht meine Art. Das verleidet mir viel zu schnell.

Vom Schreiben, dem Fotografieren und der Schöpfung

Ich möchte mit euch einen Link aus meinem Futtertrog (Feedreader) und meine Gedanken dazu teilen.

Was also fasziniert am geschriebenen Wort? Vielleicht hat es etwas damit zu tun, dass etwas, was man spricht, wenn es denn aufgeschrieben wird, plötzlich irgendwie verbindlicher ist. Das Geschriebene ist wie die Fotografie eines Gedankens. Eine Art Zeugnis eines gedachten Moments. Es ist ein Teil von uns, eine Offenlegung, und es ist irgendwie immer mehr als die Summe aller Buchstaben.

von Thinkabout

Der Vergleich des geschriebenen Gedankens mit einer Fotografie hat mich fasziniert.
Ich fotografiere selbst sehr gerne. Und mir passiert da oft genau dasselbe wie beim Schreiben: Im Nachhinein, mit Abstand frage ich mich oft verwundert, ob das wirklich ich gewesen bin, die da kreativ wurde.
Da ist ein Bild oder ein Text, und manchmal beides kombiniert, und sie erzählen Geschichten. Hinter den Worten und hinter den Bildern.

Worte sind auch Bilder. Einfach anders. Jede Kunst, alles kreativ Erschaffene, alle Schöpfung ist Vehikel für das, was in uns ist. Für den Geist. Für das Herz. Für die Seele. In diesem Sinne ist alle Kunst Offenlegung und Teil von uns.

Fotografie, die ablichtet, was schon da ist, kann gefüllt werden mit dem, was wir damit ausdrücken wollen, (und vom Betrachter mit dem, was er darin sehen will).
Das Aufschreiben der Gedanken und der flüchtigen Bilder, die manchmal fast nicht zu fassen sind, ebenso.

Es ist alles schon da. Beim Versuch, es zu erfassen, sieht man durch die eigene Brille. Und der Betrachter tut genau dasselbe, wird gleichermassen zum Schöpfer. Auch er schöpft aus einer Quelle. Der selben.
Schöpfung ist sichtbar gemachter Geist. Gefüllt damit.

Das alles ist das Faszinierende.
Und man kann es durchaus auf Gott beziehen.4stats Webseiten Statistik + Counterfree hit counters

Achtsamkeit

Im Augenblick leben. Abgegriffene Worte für manchen.
Ist es nicht eine Art Flucht, wenn man das praktiziert? Wenn man sich beim Spülen des Geschirrs überlegt, was daran schön sein könnte. Wenn man plötzlich dankbar wird für fliessendes, warmes und kaltes Wasser und den Einhebelmischer, der beides bequem und nach Wunsch mischt. Dankbar dafür, dass man sich das Spülmittel aussuchen kann. Wenn man anfängt, Düfte, den leichten Luftzug, der die Haut kühlt und den Blick in den blau-weissen Sommerhimmel wahrzunehmen, in sich aufzunehmen, zu geniessen.

Wenn man das, was im Augenblick ist, versucht mit allen Sinnen wahrzunehmen, ganz bewusst, dann verbindet man sich mit sich selbst, mit dem Leben und mit Gott. Man lebt mehr von innen heraus. Die Fähigkeit, nach innen zu sehen, ist grösser.

Die Aufmerksamkeit und Achtsamkeit beschreiben die Kunst, im Augenblick zu sein, eins zu sein mit sich selbst, eins zu sein mit dem, was ich gerade tue, mit dem, was ich gerade berühre, womit ich umgehe.
Anselm Grün

Wünsche, Gedanken, Ansprüche von innen und aussen zerreissen unser Inneres. Wir sind Hin- und Hergerissen.
Das Leben im Augenblick eint uns mit dem, was ist. Es macht aus den vielen Stücken ein Ganzes. Wir fühlen uns wieder ganz.
Das ist Einheit.4stats Webseiten Statistik + Counterfree hit counters

Nebenbei werden wir bei diesem Training ruhiger und gelassener weil wir gewissermassen einen Schritt zurücktreten, ohne die Wachheit zu verlieren, ohne etwas von dem zu verpassen, was gerade passiert. Das Gegenteil ist der Fall. Wir verpassen etwas, manchmal das Wichtige, wenn wir zerstreut und zerteilt in Wünsche und Gedanken sind.

In diesem Sinne: Ja. Es ist Flucht. Flucht vor der Zerstreuung. Flucht vor der Zersplitterung, der Zerrissenheit.
Aber nicht Flucht vor dem Leben. Im Gegenteil.

wieder mal

… im Gras liegen, Gänseblümchen per Makro porträtieren, Löwenzahn und Sonnenlicht durch Blätter einfangen, mir selbst Ausdruck verleihen damit, meinem Inneren, denn, was ich entdecke, in Details, ist Abbild desselben.
Und dann erfrischt vom Grün der Wiesen, dem Blau des Himmels, dem Gelb der Blumen aufatmen und weitergehen können.
Es muss endlich Frühling werden!4stats Webseiten Statistik + Counterfree hit counters

Schreibkunst

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Ich muss ein Buch schreiben. Je länger ich Coelho lese, desto klarer wird mir das. Wenn er mit solchem Stil und solchem Aufbau – und ich kritisiere ihn keineswegs, im Gegenteil – Erfolg hatte, dann kann ich das auch haben. Es ist alles eine Frage des richtigen Augenblicks.
Coelho schreibt auf dieselbe Art ein Buch wie ich mein Tagebuch schreibe: Er wartet, bis er nichts anderes mehr kann, als einfach zu schreiben, was in ihm ist.
Dann spielt es, wie bei jeder wahren Kunst, keine Rolle, welchen Stil man wählt, ob das Buch logisch aufgebaut ist oder nicht, ob das Ganze von aussen einen Sinn ergibt oder nicht und ob es nach allen Regeln der Kunst geschrieben ist oder nicht.
So lange das, was man schreibt, komponiert, malt, dekoriert oder was auch immer, solange das aus dem tiefsten Inneren geboren wird, so lange wird es Menschen geben, die es kaufen, lesen, anschauen, hören. Weil in ihrem eigenen Inneren etwas mitschwingt, angerührt wird. Weil wahre Kunst Fragen stellt, Dinge in Frage stellt, Staub aufwirbelt, die Normalität aus der Ruhe bringt, Anstoss zum Weiterdenken ist. Weil echte Kunst göttlich ist.
So kommt es, dass es mir, genau wie Coelho, passiert, dass ich verwundert meine eigenen Texte lese, sie nicht mehr kenne und dass sie mir etwas zu sagen haben. Hier und heute.

Schreibübungen

Nein. Ich sehe trockene Schreibübungen nicht ein. Sich was aus den Fingern saugen? Ich kann das nicht. Schreiben ist Kunst. Und Kunst kann man nicht einfach so produzieren. Entweder ist etwas schon da, bereit, es zu pflücken und ich nehme es wahr, vermag es in Worte zu kleiden, gebe ihm also ein Kleid aus Worten. Es wird sichtbar, hörbar, fassbar. Für andere und für mich selbst erkennbar. Aber es ist in Worte verhüllt. Das Eigentliche, das nackte Innere sieht man nicht.
Ich aber habe bloss, was schon da war, eingekleidet. Keine Spur von Erfinden.
Darum klingt in meinen Ohren hölzern und trocken, was Erguss blosser Schreibübung ist.
Ausser: Die Frage, Aufgabe, Übung spricht etwas Erlebtes, Erfühltes, eine Erinnerung, eine Ahnung in mir an. Dann kann ich sie nehmen, formen, umwandeln, übertragen. Dann schwingt etwas ins Sichtbare, Greifbare, was in meinem Inneren war und dann klingt der Text lebendig. Dann bekommen die Worte Kraft und Farbe, Duft und Melodie.

Solche Übungen sind aber nicht nur schlecht. Man bekommt Routine, die Worte fliessen leichter, die Bilder kommen schneller, sind griffiger und leuchtender, wenn man regelmässig schreibt. Und damit ist nicht (nur) das Tagebuch gemeint. Klar, auch das Tagebuch könnte man farbig gestalten, indem man die Einträge mal in Briefform, mal aus einer Erzählerperspektive oder in anderen Formen schreibt. Aber Tagebuch bleibt Tagebuch.
In Schreibübungen kann man Ausflüge in ferne, unbekannte Welten unternehmen. Man darf etwas wagen. Es muss ja keiner lesen, was dabei herauskommt. Aber es öffnet eine Schleuse. Und manches davon kann man vielleicht trotzdem mal in irgend einer Form brauchen, und damit an die Öffentlichkeit gelangen.

Gute Schreibübungen sind für den Schriftsteller, was die Studien für den Maler.

Wer selbst ein paar solcher Ausflüge unternehmen möchte: Hier meine Links:
Schriftsteller-Werden.de
Schreibwerkstatt.de
Autorenhaus-Verlag
Ein Roman in einem Jahr

Und hier noch eine fremde Linksammlung zum Thema.