Wahlfreiheiten

Erst einmal möchte ich euch herzlich für die Kommentare danken. Es tut gut, zu wissen, dass noch andere Menschen sich über Plastik Gedanken machen und Wege suchen, diesen zu vermeiden. Und es ist schön, auf diesem Weg wertvolle Ergänzungen zu erhalten.

Meine weiteren Erkundungen haben dies ergeben:

  • Der Käse aus dem Offenverkauf schmeckt um Welten besser, als der in Folie geschweisste aus dem Kühlregal, ist aber nicht um den gleichen Faktor teurer.
    Der Effekt des besseren Geschmacks: Ich esse weniger davon weil mein Gemüt und meine Geschmacksnerven schneller das bekommen, was sie eigentlich wollen. Eigentlich betrügen wir uns doppelt, wenn wir billige und billig produzierte Produkte kaufen.
  • Die beiden führenden Schweizer Supermärkte haben innerhalb der letzten beiden Jahre Joghurt, Sahne und Getränke in Glasverpackung aus dem Sortiment genommen. Es gibt ein einziges Mineralwasser in der Glasflasche. Der Rest ist in Plastik.
    Ausserdem gibt es nur noch Gemüse und Früchte im Offenverkauf ohne Plastik, vorausgesetzt, ich fülle es in mitgebrachte Beutel ab.
    Abgesehen von Konserven in Gläsern und Dosen ist an allen anderen Nahrungsmitteln in irgendeiner Form Plastik dran.
  • Die örtliche Molkerei nahm in den letzten Tagen Sahne im Glas ebenfalls aus dem Sortiment weil das nur noch ein Ladenhüter sei. Niemand bezahle die Mehrkosten. Niemand bringe die Gläser zurück.
    Sie bietet nur mehr Joghurt im 500g Glas an. Alle anderen Milchprodukte sind im (plastikbeschichteten) Karton bzw. Käsepapier oder in Plastik verpackt.

Soweit meine Wahlfreiheit.

Was für den Käse, gilt auch für Gemüse und Obst aus der Biokiste, die ich mir seit dem Sommer liefern lasse: Es ist ein klein wenig teurer, aber weniger, als gedacht, und Welten besser im Geschmack. Ausserdem kommt so mehr Frischkost auf den Tisch. Insgesamt esse ich aber weniger weil ich schneller das Gefühl habe, etwas wirklich Gutes gegessen zu haben. Ich esse auch mit mehr Genuss und daher vermutlich langsamer.
Über den Daumen gepeilt ist es vermutlich nicht wesentlich teurer, auf regionale Bioprodukte umzusteigen.

Apropos Biokiste: Ein paar Mal kam der Salat unverpackt, also nicht in der üblichen Plastiktüte. Er hielt bei weitem nicht so lange und war am nächsten Tag schon lahm. Inzwischen wird er wieder in der Tüte geliefert. Hat jemand von euch Alternativen für das Aufbewahren von Salat im Kühlschrank?

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Plane aus Plasiktüten selbermachen

Gleich weiter mit dem Experimentieren!

Etwa 5 Lagen Plastiktüten zwischen zwei Backfolien bügeln, dabei das Bügeleisen immer bewegen.
Das ganze Sandwich umdrehen und auch von der anderen Seite bügeln.
Testen, ob alles schön zusammengeschmolzen ist. Sonst weiterbügeln.

Fertig ist der neue „Stoff“.

Weiterverarbeiten wie Plane.
Also zum Beispiel in Streifen schneiden.

Streifen aufnähen.

Was draus geworden ist, zeig ich euch dann, wenn es fertig ist.

So, ich muss wieder. Bügeln und so.

kostenlose Bügelmotive

Da hab ich ja was gaaaaaaaanz Wunderbares entdeckt: Iron-on’s aus Plastiktüten.
Sowas Cooles musste ich natürlich sofort ausprobieren. Sofort.
Recycling! Davon bin ich absoluter Fan. Darüber hinaus eine neue Art, genähte oder fertige Dinge zu Einzelstücken zu machen. Ich liebe das.

So einfach ist es:
Eine Plastiktüte mit einem schönen Motiv suchen

das Motiv ausschneiden

einen festen Karton auf das Bügelbrett, darüber ein Stück Stoff oder ein T-Shirt legen
das Motiv mit Backpapier bedecken

mit festem Druck und ohne Dampf auf Stufe Baumwolle etwa zehn Sekunden bügeln

die Backfolie vorsichtig abziehen

sich freuen :-)

Fehlt nur noch, dass die Motive den Waschtest bestehen. Dann hätte ich die wirklich coolste Idee seit langem entdeckt. Ich werde berichten.

Klickt, wenn ihr Lust auf noch mehr Inspiration habt, auf die Links dort. Da rattern bei mir gleich die Ideenzahnrädchen…