Herbstblätter

Holen wir uns den Herbst! Macht ihr mit?

Und damit die Blätter länger schön farbig bleiben, tauchen wir sie in Wachs. Hier findet ihr die Anleitung.

Viel Vergnügen!

Stille

Im Herbst steht in den Gärten die Stille, für die wir keine Zeit mehr haben
Victor Auburtin

Steh einfach still. Sieh hin. Höre die Stille, die hinter allem liegt. Nur ein paar Sekunden. Ein paar Minuten. Sieh die Farben. Rieche die Düfte. Nimm die Stille in dich auf und fülle dich damit.

Herbst

Gestern noch Sommer. Jetzt hängt grauer Nebel, tropft kalter Regen.
Vorbei erfrischende Abkühlungen in weichen Wellen, laue Abende auf dem Balkon, der Duft von Heu und sonnengetrockneter Wäsche. Vorbei Sonnenstrahlen auf der Haut wie eine Umarmung, und dazu kühles Fruchteis auf der Zunge.
Wenn es je ein Jahr gegeben hat, das es nötig macht, meine Meinung bezüglich Herbstanfang gründlich zu revidieren, dann dieses.
Der Herbst beginnt im September. Dieses Jahr, zwei Wochen zu früh, schon im August.
Ich zieh mir eine Jacke über, zünde Kerzen an. Mir ist kalt.
Zeit für unvergleichliche Sonnenuntergänge. Diesen hier hab ich leider knapp verpasst.
Im Herbst nämlich geht die Sonne nicht einfach nur unter. Es ist, als ob sie mit grosszügigem Pinselstrich den gesamten Sommer in furiosem Farbenspiel noch einmal auf den Himmel zaubern wollte. Sie nimmt die ganze Palette. Das Gold satter Freude, das Lila leisen Fernwehs, das Orange prasselnden Feuers, frisches Gelb eines Zitronenfalters, das klare Blau des Sommerhimmels, das Türkis der Meerestiefe. Sie mischt brennende Wolken dazu, und grauschwarze, grollende, sticht mit einzelnen Strahlen hindurch und ruft mir zu: Der Herbst ist schön! Freu dich auf die wunderbaren Farben, das goldene Licht, die gemütlichen Abende, auf kühle Luft und ersten Schneegeruch. Freu dich auf Stürme mit farbigem Blätterregen,  auf Stapel von Büchern, auf Trauben und Kastanien, auf frischen Wein. Freu dich auf hüllenden Nebel, den ersten Raureif, die warme, dicke Jacke.
Du wirst sehen, es wird dir gefallen.