Alleine ganz

27. Oktober, 2009 von schneiderin

Viele Menschen erwarten von ihrem Partner, dass er ihre Lücken füllt, ihre Löcher stopft, sie ganz macht. Es gibt im Volksmund einen deutlichen Ausdruck dafür: „die bessere Hälfte“.
Das Bild ist also folgendes: Zwei Hälften suchen sich, finden sich und bilden dann ein Ganzes; und beinhaltet also: Ich selbst alleine bin nicht ganz.

Es gibt ein schönes Experiment, zu zeigen, was passiert, wenn man alleine nicht ganz ist:
Stellt euch nebeneinander in genügendem Abstand auf. Versucht, so lange wie möglich auf einem Bein zu stehen. Beschreibt einander, was passiert.
Etwas wacklig und anstrengend mit der Zeit, nicht?
Wie könnten wir das Problem lösen?
Das Bein wechseln, klar. Geht eine Weile gut und bringt Erleichterung.
Weitere Alternativen? Ah, ja, man könnte sich am anderen festhalten!
Besser? Ist es genau gleich wackelig?
Echt? Na, dann rückt näher zusammen! Klammert euch richtig aneinander fest! Und? Funktionierts?
Wer ist für dein Gleichgewicht verantwortlich? Was passiert, wenn du dich an den anderen klammerst?
Noch eine Frage: Kannst du so, klammernd, dem anderen Nähe geben, zärtlich sein, ein Gegenüber sein?
Weitere Möglichkeit: Jeder steht auf seinen beiden Beinen.
Und jetzt? Nähe möglich?
Beim Weiterdenken und Austauschen bitte das Bild auf die Partnerschaft übertragen!

Wenn du in einer festen Partnerschaft bist, dann versuch noch ein kleines Spiel: Notiert euch beide auf einem Blatt Papier eure Standbeine. Das, was ihr in euch integriert habt, das, was euch Halt gibt.
Anschliessend dreht ihr das Blatt um und notiert auf der Rückseite, was euch zu eurem Gleichgewicht fehlt.
Jetzt kommt die Auflösung: Einer dreht das Blatt und liest seine Standbeine vor, der andere überprüft: Könnte einer dieser Punkte das, was mir fehlt, ausgleichen?

Wir haben also festgestellt, dass jeder autonom ist. Das bedeutet, dass er den anderen im Grunde, im Idealzustand, nicht braucht, auf alle Fälle nicht, um ganz zu werden. Daher muss es einen anderen Grund geben, eine Beziehung zu führen. Der Zweck ist ja nun nicht mehr, seine Löcher mit dem Plus des anderen zu stopfen.

Welche anderen Gründe aber gibt es?
Ich möchte dem anderen mein Dasein, meine Zuwendung, meine Liebe schenken. Zum einen, weil da ohnehin in mir etwas nach aussen strahlen möchte, zum anderen, weil ich den anderen liebe.
Wir schaffen zusammen mehr, bewirken Grösseres, als alleine. Das bedingt eine „Lebensaufgabe“ für die Partnerschaft. Ein Ziel.
Wir beschenken durch diese Kraft und Einheit andere, schaffen anderen Raum, sich zu entfalten, in den Strom göttlicher Liebe zu kommen.
Wir brauchen den anderen eben doch, aber nicht in einer Abhängigkeit oder zum eigenen Ganzsein, sondern zum Wachstum, als Spiegel jener Teile, die wir selbst nicht in uns integriert haben. Wir gucken uns ab, was uns fehlt und lernen vom anderen.

Ich präsentier hier eigentlich schon Lösungen. Lösungen, die du für dich selbst suchen und finden musst. Vielleicht sind deine Antworten andere. Da hilft nur eins: die Experimente selber ausprobieren!

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Mütze

19. Oktober, 2009 von schneiderin

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Gleich in zweifacher Ausführung angefertigt. Einmal für die Prinzessin und einmal für Nipota.
Die Anleitung fand ich hier. Da gibts übrigens hunderte von guten Anleitungen. Wenn man möchte, kann man sogar die entsprechende Garnqualität bestellen. Zumindest in der Schweiz zu günstigeren Preisen als sonst üblich.
Man kann Muster nach Garnqualität suchen und so muss gar nichts umgerechnet werden. Gute Sache, das!4stats Webseiten Statistik + Counterfree hit counters

Blogperlen

16. Oktober, 2009 von schneiderin

Immer wieder entdecke ich auf dem Weg durchs Netz Perlen. Seiten, auf denen Dinge stehen, die mich weiterbringen, die in die Tiefe gehen und mir diese kleinen, inneren Schubser geben, nicht bevormundend, nicht belehrend, einfach nur ermutigend und bereichernd.
Heute hab ich durch die Blogbibliothek, die übrigens ebensolche Perlen sammelt, ein solches Blog entdeckt: Klanggebet. Die esoterische Sprache sollte Dich nicht abschrecken, da drin tiefer zu lesen. Öffne Dich. Du findest Perlen!
Insbesondere möchte ich diesen Beitrag empfehlen. Wenn Du zwei Schritte zurücktrittst und die Glaubens-Welt mit weitem Herz und offnen Augen betrachtest, siehst Du Wahrheit darin. Befreiende Wahrheit.

Den Titel für diesen Beitrag hab ich bei Piri geklaut, die kürzlich eine Aktion mit demselben Namen gestartet hat. Hiermit rühre ich ein bisschen die Werbetrommel.4stats Webseiten Statistik + Counterfree hit counters

Weniger ist mehr

15. Oktober, 2009 von schneiderin

Wenn es nicht Dein Lieblingsstück wird, kauf es nicht!
Das ist kurz gesagt das, was hier steht.

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Meditation des Alltags

11. Oktober, 2009 von schneiderin

Ich stehe am Spültrog und spüle das Geschirr. Eine einfache Handlung, die mich auch in der Ferienzeit begleitet hat.
Wie anders ist es hier! Meine Küche ist hell und sauber. Tagsüber brauche ich selten künstliches Licht.
Das Wasser ist trinkbar und riecht frisch. Der Strahl aus dem Wasserhahn ist so kräftig, wie ich ihn möchte.
Neben mir steht die Kaffeemaschine, deren Espressi und Cappucini fast ebenso gut werden, wie die echten, die wir zwei Wochen lang in Bars und Cafés genossen haben.
Ich spüle mein Geschirr und in mir ist plötzlich Dankbarkeit für all das, was ich habe, für die einfachen Dinge, die ich sonst als selbstverständlich ansehe.
Und, was ich hier nicht habe, die Weite, den Geruch und das Rauschen des Meeres, den würzig duftenden Pinienwald, das Essen im Freien, in der lauen Luft, im Oktober, das nehme ich alles in meinem Herzen mit, um es für den dunklen Winter aufzubewahren.4stats Webseiten Statistik + Counterfree hit counters

Kommunikation

17. September, 2009 von schneiderin

Es gibt Strohhalmgeschichten. Menschen erzählen sie mehrmals. Weil sie ein Detail beinhalten, an dem sie sich festhalten wollen. Weil sie möchten, dass bestimmte Sachverhalte sich in ihrem und dem Gedächtnis anderer auf eine ganz bestimmte Weise abspeichern. Und manchmal weil sie immer wieder zu denselben Worten greifen, weil sie keine anderen finden, um auszudrücken, was in ihnen ist.

An diesen Geschichten zeigt sich deutlicher als sonst, dass jede Formulierung bereits Übersetzung ist.
Worte sind nicht die Sprache unseres Herzens und nicht die unseres Geistes. Sie sind die Sprache von Verstand und Ego.

Erst, wenn jemand vermag, mit Bildern Herz und Geist sprechen zu lassen, schwingt seine ganze Seele mit. Und auf der anderen Seite braucht es jemanden, der imstande ist, die Schwingung zu empfangen und mitzuschwingen.4stats Webseiten Statistik + Counterfree hit counters

Metamorphose

11. September, 2009 von schneiderin

Die Raupe muss ihre Gestalt aufgeben, um Schmetterling zu werden, aber sie muss es als Raupe tun…

Gerade gefunden.4stats Webseiten Statistik + Counterfree hit counters

Liebes Tagebuch

3. September, 2009 von schneiderin

Wenn ich schreibe, dann kommen zuweilen Dinge aus mir hoch, von denen ich nicht so richtig wusste, dass sie da sind. Sie sind trotzdem Teil von mir, auch wenn sie mir im ersten Augenblick fremd erscheinen.
Sie machen fassbar, greifbar, was in mir abläuft. Ich sehe schwarz auf weiss, zwar nicht auf Papier, aber auf dem Bildschirm, was mich beschäftigt.
Manchmal bin ich sehr erstaunt. Manchmal berühren mich meine Texte selbst. Vor allem jene, die ich einfach aufschreibe, ohne bewusst zu formulieren. Ohne mit einem Thema länger schwanger zu gehen um dann eines Moments die fertigen Gedanken zu gebären.
Ich bin mein erster Leser, wie Thinkabout hier so treffend formuliert.

Und so kann ich es nicht lassen, ständig mein Tagebuch geöffnet zu haben und immer mal wieder etwas hineinzuschreiben. Ich reflektiere mein Leben und verarbeite es.
Mal lass ich alles einfach stehen, wie es ist, mal formuliere und feile ich mit grossem Vergnügen an einem Text bis er sitzt, bis er genau das ausdrückt, was ich damit sagen will.

Das Tagebuch war mir schon so oft ein wichtiges Instrument, wenn es galt, herauszufinden, was eigentlich in mir passiert. Wenn ich den grossen Bogen sehen wollte, den roten Faden. Es ist ein Zeitzeugnis der Gedanken und Gefühle, nicht so sehr der Ereignisse. Ich lese immer wieder darin, lerne aus dem Erkannten und gehe weiter, werde mir bewusster, wo ich dran bin, wo ich feilen möchte.

Und manchmal, so wie jetzt, plane ich nichts und es entsteht in kurzer Zeit ein Text, den ich so gut wie nicht nachbearbeitet, in mein Blog stelle.4stats Webseiten Statistik + Counterfree hit counters

Literarischer Erfolg

22. August, 2009 von schneiderin

Gut schreiben können viele. Um zu verkaufen, muss man anders schreiben. Wie denn? Anders eben.
Entweder so abgehoben und verworren, dass es keiner wirklich versteht und jeder Normalbürger schon bei Seite zehn den Faden verliert, oder so einfach und banal, aber gekonnt in Abfolge und Spannungsbogen, dass es eben doch nicht jeder auf diese Art hinkriegen würde.
Eine andere Möglichkeit wäre noch, dass man eine Story findet, die noch nie in dieser Kombination dagewesen. Das ist schwer. Da muss man ein bisschen belesen sein oder sonstwie ein Gespür für sowas haben.
Was natürlich immer zieht, immer, und sich auch immer verkaufen lässt, ist das Plaudern über Intimitäten. Drogen, Sex, Liebesgeschichten mit allem Drum und Dran. Möglichst detailiert und wahrheitsgetreu. Krasse, wahre Geschichten eben, die sich auf Schauplätzen in der realen Welt abspielen.
Ach, ja, vielleicht noch mit einer Prise Esoterik gewürzt. 4stats Webseiten Statistik + Counterfree hit counters

Sendeschluss

21. August, 2009 von schneiderin

Blogs lesen ist ein bisschen wie das Schauen einer TV-Serie. Man liest. Man lebt mit. Man gewöhnt sich aneinander. Eines Tages fehlt einem etwas, wenn man nicht liest. Also liest man wieder.

Vielleicht fängt man an zu kommentieren. Das ist dann fast wie ein Gespräch mit einem Star, nur ein wenig realer, weil erreichbar.

Und dann wird plötzlich das Blog stillgelegt. Stillschweigend oder gross angekündigt. Jetzt kommen all die Kommentare: Ich mache mir Sorgen um Sie…melde Dich bitte…was ist los?…ich möchte ja nicht unhöflich erscheinen, aber wann schreiben Sie wieder?…Schade. War schön mit Dir. Ich werde Dich vermissen…

Wer oder was wird da betrauert? Der Leser oder der Autor? Wer nimmt sich Zeit für ein paar Worte darüber, was der Autor einem war? Worte, die ohne Floskeln und Schnörkel von seinem Herz erzählen.4stats Webseiten Statistik + Counterfree hit counters