Linsensalat

linsensalatMögt ihr wieder mal ein Rezept? Ich weiss gar nicht, wann ich das letzte publiziert habe. Egal, diesen Salat mochte sogar Sohnemann, der nicht wahnsinnig auf „häääältifooood“ steht. Sein Kommentar: Der ist ziemlich gut. Nicht so schlecht, wie ich mir das vorgestellt habe.

Also guckt mal in euren Vorrat. Ihr braucht:

200g Linsen, egal welche
2 Karotten
2 Zucchini

für das Dressing:

3 Essl. Olivenöl,
2 Essl. Balsamicoessig,
1 Essl. Dijonsenf,
2 Essl. Joghurt,
etwas Ahornsirup,
Gewürze (Kräutersalz, Salatkräuter oder Paprika, Pfeffer…. was euch schmeckt)

Und dann an die Arbeit!

Ich habe vier verschiedene Linsensorten genommen. Die brauchen unterschiedliche Garzeiten. Wenn ihr nur eine Sorte habt, macht nichts. Dann passt ihr die Garzeit einfach an. Hier findet ihr alle nötigen Informationen.

Für meine Variante sah der Arbeitsablauf so aus:

50g Tellerlinsen in leicht gesalzenem Wasser ca. 15 Min. kochen. In der Zwischenzeit Karotten schälen und in 1cm Würfel schneiden. Zucchini ebenfalls würfeln. Dann
50g Belugalinsen und
50g grüne Linsen dazugeben, weitere 25 Min. kochen.
50g rote Linsen zugeben, Zucchini und Karotten zugeben und alles nochmal 10 Min. kochen.

Während der Kochzeit das Dressing zubereiten.

Nach dem Kochen Linsen und Gemüse absieben und noch warm mit dem Dressing vermischen. Etwas ziehen lassen. Der Salat schmeckt auch am nächsten Tag!

Advertisements

Selbst gemachtes Waschpulver: Erfahrungen

So, lange genug getestet, um euch ein paar Erfahrungen weiter zu geben.

Das selbstgemachte Waschpulver riecht nach der Seife, die man verwendet.

Zuerst habe ich diese Olivenölseife verwendet

IMG_1465

 

Ihr Geruch erinnert mich an heisse Eisenbahnschwellen. Nicht gerade das, was ich unter frischem Wäscheduft verstehe. Die Wäsche roch entsprechend. Also nicht frisch. Aber Augen zu und durch. Wegwerfen gilt nicht.
So viel ätherische Öle dazu  zu mischen, wie ich vermutete, dass sie den Geruch übertönen könnten, traute ich mich nicht. Das Pulver muss ja noch waschen.

Beim zweiten Mal wählte ich eine Olivenöl-Seife, die einfach nur nach Seife roch und raffelte 100g Rosmarin-Handseife dazu. Bei 1.5kg fertigem Waschpulver völlig ausreichend für einen frischen, sehr dezenten Waldduft. Mhhhh.

Weiche, frische Seife zerfällt beim Reiben nicht in Pulver.

…sondern ergibt kleine Kringel, was das Vermischen mit Soda und die nachherige Dosierung ein wenig schwieriger macht. Zweimal durch die Küchenmaschine lassen, hilft.

Zu bröckeliges Soda reibe ich gleich hinterher mit und zum Schluss mische ich alles mit der Küchenmaschine durch.

IMG_1458

 

Zusammenfassung

Die Kombination mit Zitronenweichspüler ist top. Ich muss nun nicht mehr weiter testen, sondern werde bloss noch ein wenig mit den verschiedenen Seifen herum experimentieren.

 

Waschpulver

Seife raspeln. Wägen.
Etwa gleich grossen Gewichtsanteil Waschsoda, oder Waschsoda und Backsoda je zur Hälfte gemischt, dazugeben. Dosierung: 2 gehäufte Esslöffel / 70ml pro Waschgang.

 

Weichspüler

In 0,75l Sirupflasche 2-3 EL Zitronensäure geben.
Mit Wasser auffüllen. Schütteln.
Dosierung: ca. 1dl pro Waschgang.

 

Beides passt für rund 15° französische = 8,4° deutsche Härte und eine 6kg-Maschine.

 

Viel Vergnügen und Freude beim selber Experimentieren.

 

 

 

Weichspüler ersetzen

Nachdem meine erste Portion selbstgemachten Waschpulvers alle ist, brauche ich die Vorräte meines bisherigen Waschmittels auf. In der Zwischenzeit teste ich Alternativen für Weichspüler.

Erst mal habe ich alle Weichspüler aus meinem Vorrat mit einem Zettel „zu verschenken“ auf das Flohmarkt-Fenstersims in unserem Haus gestellt und geschmunzelt als ich die Flaschen ein paar Tage später im Waschmittelregal in der Waschküche wieder angetroffen habe. Allerdings waren sie nun nicht mehr in meinem Fach.

Mangels Alternativen hab ich die Wäsche zuerst ohne Weichspüler gewaschen und war einigermassen erstaunt und erschrocken, dass man das erst nach drei, vier Mal waschen merkt. Jetzt hatte ich doch so niedrig dosiert und in meiner Wäsche waren trotzdem so viele Rückstände geblieben. Das hat mir zu Denken gegeben.

Nach vier, fünf Mal ohne Weichspüler wurden mir die Sachen zu hart und auch zu zerknittert. Ich bügle so gut wie nicht. Daher ist das schon ein wichtiges Kriterium für mich. Und irgendwie dachte ich, wenn das Leben im Allgemeinen und das Aufstehen im Besonderen schon so hart sind, müssen die Klamotten sich morgens wenigstens kuschelig anfühlen. „Weeeeeerbuuuuuuung!“ klingelte es in meinem Kopf. So prägen sich Dinge ein, die eigentlich kompletter Blödsinn sind. Und das alles nur, weil mal jemand gefunden hat, dass eine Firma nur dann erfolgreich ist, wenn Umsatz und Gewinn dauernd und für immer wachsen. Ebenfalls kompletter Blödsinn. Aber das ist eine ganz andere Geschichte.
Zurück zu mir. Zum zweiten Mal musste ich innehalten. So sehr glaube ich, all das Zeug zu brauchen, das mir die Werbung verkaufen will?!
Trotzdem: ein wenig weniger zerknittert wäre gut.

 

Also eine Alternative musste her. Einfach. Ökologisch. Wirksam.

Im Netz gibt es Rezepte mit Zitronensäure und welche mit Essig.
Ich las an verschiedensten Stellen, dass Essig die Gummidichtungen angreife. Das möchte ich natürlich nicht.

Dieses Rezept auf Zitronensäurebasis hab ich ausprobiert.

4-6 EL Zitronensäure (je nach Wasserhärte auch weniger oder mehr) in einem Liter Wasser auflösen.
Pro Waschgang ca. 1/2 dl verwenden.
Am besten probiert man anhand der Weichheit der Wäsche seine eigene Dosierung aus.

Bis jetzt hab ich den Weichspüler pur, also ohne Duftöl hergestellt und er funktioniert wunderbar.

Die Wäsche wird weich. Nicht so weich wie mit Weichspüler, aber deutlich weicher als ohne irgendwas und die Weichheit ist irgendwie anders als mit Weichspüler. Ich habe das Gefühl, ich spüre schon beim Aufhängen, dass der Stoff noch atmet. Und das fühlt sich viel angenehmer an. Es war gut, erst mal ganz ohne zu waschen um den Unterschied zu spüren.

Ich habe das Duftöl weggelassen. Öl im Abwasser kriegt man in der Kläranlage nur schwer wieder raus. Ich finde auch nicht, dass meine Wäsche mehr duften müsste. So ein Duft verflüchtigt sich ohnehin rasch.

 

Es tut gut, eine wirklich brauchbare Alternative zu haben und sich so wenigstens an einer kleinen Stelle etwas aus dem Wirtschaftshamsterrad auszuklinken und es tut gut, Geldbeutel und Umwelt zu entlasten.

Und noch eine überraschende Beobachtung habe ich gemacht: Auf einmal rieche ich die Weichspüler anderer Menschen und frage mich, warum denn Wäsche so sehr duften muss.

Jetzt bin ich sehr gespannt auf die Kombination von selbstgemachtem Waschpulver mit selbstgemachtem Zitronenweichspüler. Ich werde berichten.

Wunsch fürs Neue Jahr

Euch allen und euren Lieben wünsche ich von Herzen ein gutes Neues Jahr. Ich wünsche euch inneres Wachstum und Führung auf eurem Weg. Ich wünsche euch Mut und Vertrauen. Euer Weg sei beleuchtet. Euer Herz von Frieden erfüllt, auch wenn es stürmt. Ich wünsche euch Liebe. Und Glück.

Danke für euer da sein und lesen. Danke für eure Kommentare.

Dieses Bild ist der Start eines Experiments. Vielleicht zeige ich euch in diesem Jahr manchmal Bilder statt Worte. Oder beides zusammen. Daher jetzt noch ein Wort, das mich berührt hat.

Hoffnung ist nicht die Überzeugung,
dass etwas gut ausgeht,
sondern die Gewißheit,
dass etwas einen Sinn hat,
egal wie es ausgeht.

Vaclav Havel

To-Do-Liste aus Holz

Schon lange suchte ich nach einer einfachen und unkomplizierten Lösung für die To-do-Liste meiner beiden Teens.
Eine magnetische und beschriftbare Tafel? Klemmbretter? Die ewigen Haftnotizen oder andere Zettelwirtschaften?
Vor ein paar Tagen fand ich das.

Wunderbar! Juhuuu!

Hier ein Mini-Tutorial mit Kommentar.
Gedanken im voraus: Die Wäscheklammern könnte ich mit Washi-Tape überziehen. Ich hab orange-Töne und rot-weiss. Das gibt mal die Farben vor. Also für Sohnemann müsste die Tafel schwarz mit orange sein und für Figlia weiss mit rot.
Im (hausinternen, allgemeinen) Bastelraum finde ich Sperrholz. Das also schnell mit der Bandsäge zurechtschneiden. Sch…..Mist! Jetzt hab ich reingesägt. Und vor lauter aus der Maschine ausfädeln grad noch zweimal. Von vorn beginnen, kommt nicht in Frage. Also das Design verfeinern… Sieht doch gut aus! Fix die Tafel mit weiteren Einschnitten verzieren. (Siehe Fotos)
Die Tafeln schleifen.
Eine Tafel mit Acrylfarbe weiss grundieren, die andere schwarz.
Flammen! Genau! Ich mal Flammen drauf. Also mit weisser Bauernmalfarbe die Flammen aufmalen. Mit orange und gelb ausarbeiten.
Und für Figlia Paisleymuster. Genau.
Dann die Klammern mit dem farbigen Klebeband überziehen.
Zettelchen schreiben und aufkleben.
Zum Schluss alles lackieren.

„Kannst du nicht endlich die Fotos machen, damit ich die Tafel ins Zimmer nehmen kann?“
O-Ton Figlia

Klick aufs Bild, damit du es grösser betrachten kannst.

Wie’s funktioniert?
Die anstehenden Aufgaben werden auf der linken Seite befestigt. Ist eine Aufgabe erledigt, kommt die entsprechende Klammer auf die rechte Seite.
Klammern dürfen von den Kids (als Gedankenstütze) oder von mir (als Auftrag) gesetzt werden.

PS. Die Tafel wird an die Türfalle gehängt. Wie diese „Besetzt“-Schilder in Hotels.
Die Arbeiten kann man mittels kleiner Zettelchen spezifizieren. z.B. EINKAUFEN (das steht auf der Klammer) Brot (auf dem Zettel)
(öhhm, und dann hab ich die Fotos noch gedreht…)

Kreativität

Mein kreatives Vorhaben: einen Engel fürs Fenster kreieren. Aus Windradfolie, Krepp- und Seidenpapieren.

Ok, Papier ist beisammen. Schöne Frühlingstöne.
Daraus einen Engel machen? Ähm.
Eine Blume würde besser passsen. Prima, eine Blume ist auch gut.
Fix eine solche mit schwarzem Filzstift und viel Schwung auf die Folie zeichnen. Dann mit verdünntem Weissleim in Kleistertechnik gerissene Papierfetzen aufkleben.
Weil Trocknen so lang dauert, ins Bad damit und fönen. Blume ausschneiden.
Jetzt braucht sie eine Mitte. Aus gestreiftem Papier eine Mitte schneiden. Sieht leer aus. Irgendwas Gelbes noch. Aus Seidenpapier einen langen schmalen Streifen mit Fransen schneiden. Rundum ankleben und auf die Blume damit. Ein Knopf für das Zentrum wäre schön. Golden. In der Knopfkiste wühlen und finden.
Blume drehen und wenden und merken, dass sie nicht am Fenster hängen will. Was nun?
Auf einen Korkzapfen könnte man sie stecken. Den auf einen Holzstab. Alles grün anmalen. Genau!
Also grüne und gelbe Acrylfarben mischen und malen. Während dem Nachtessen trocknen lassen (statt fönen ;-))
Schraube organisieren. Durch den Knopf bohrschrauben. Metall. Das geht. Mit der Ahle ein Loch in den Korkzapfen und eins in die Blume bohren. Holzstab in den Kork stecken.
Irgendwas fehlt. Bänder, genau. Dünne Organza-Bänder in drei Grüntönen schneiden, über den Korkzapfen legen, Blume anschrauben. Perlen in die Bänder fädeln, Enden knoten.
In einen Blumentopf stecken. Passt nicht. Das ist eine Solitärblumendame.
Oh, da hatte ich doch einen Betonsockel von einem Blumentopfturmarrangement. Suchen. Nix. Es dämmert mir: Den habe ich erst vor einer Woche weggeworfen. Klaro. Gutes Timing.
Macht nichts. Das zwingt, kreativ zu sein.
Topf suchen. Blume in der richtigen Schräge reinstellen. Topf mit Steinen aus dem Fluss auffüllen. Sehr freuen.

So sieht nun mein Fensterengel aus ;-):

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Nachdenklich frage ich mich, wieviel von dieser Erfahrung auf das Leben übertragbar ist…
…mach dir keine Vorstellungen vom Resultat…sei so erfinderisch wie möglich…setze ein, was du hast…sei flexibel und fröhlich und grosszügig…sei neugierig und offen und lernbereit…erzähle deine Geschichte…