Fortsetzung

Um euch einen roten Faden zu liefern und auf eine indirekte Frage aus einer E-Mail einzugehen, erzähle ich euch die Geschichte weiter.

Mehr und mehr finde ich mich in meinem neuen Leben zurecht und dabei mich selber. Mehr und mehr habe ich wieder das Gefühl, bei mir zu sein, statt demjenigen, mich zu verlieren.

Der Einstieg in meine neue Arbeitsstelle ist geglückt. Reich beschenkt bin ich. Zum ersten Mal in fünfzehn Jahren Lehrtätigkeit freue ich mich ohne Vorbehalte auf die meisten Lektionen. Zum ersten Mal fühle ich mich integriert in einem Team. Zum ersten Mal erlebe ich es, dass es mir nach dem Unterricht besser geht als vorher. Fast schon therapeutisch ist das. Ich bin zutiefst dankbar für meine einfach zu führenden, begeisterungsfähigen Schüler, für die Arbeit mit ihnen, für das, was sie mir gibt, für das, was die Kinder mir geben. Ich weiss, dass nichts davon selbstverständlich ist, auch nicht, wenn ich den gleichen Beruf an einem anderen Ort ausführe.
Die Arbeit ist mir momentan Halt und sicherer Ruhepol und ich habe das Gefühl, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein.
Sie fordert auf der anderen Seite viel. Zeit. Ideen. Gedanken. Körperliche und geistige Kraft.
Das stört mich aber nicht, auch wenn ich an meine Grenzen komme. Es tut gut nach den letzten paar Jahren, in denen ich unterfordert war.

Der Hund erweist sich als wahrer Segen. Ich hätte nicht gedacht, dass er so viel Freude und Zusammenhalt in unsere kleine Familie bringen würde. Er sieht von Tag zu Tag schöner, glücklicher und fiter aus und wird immer mehr ein lustiger Gefährte, mit dem man spielen und sich bewegen kann. Es ist schön zu spüren, wie er immer mehr vertraut und daher gehorcht, und schön, zu spüren, wie die Bindung immer tiefer wird. Die morgendlichen Spaziergänge im Wald würde ich schon jetzt sehr vermissen. Sie tun mir gut.
Auch die Jungmannschaft beteiligt sich noch immer, manchmal zwar widerstrebend, an dieser schönen Pflicht. Darüber hinaus übernehmen sie Aufsicht und Versorgung, wann immer ich nicht kann. Letzthin fuhr Figlia extra mit ihm im Bus an den See weil er doch so gerne schwimmt. Vorallem aber spielen sie mit Siro, haben Freude an ihm und sind einander dadurch näher gekommen. Es ist schön zu sehen, wie sie Verantwortung übernehmen und mitdenken.

 

2 Gedanken zu “Fortsetzung

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