Alles loslassen. Das Loslassen. Das Wünschen. Das Wollen. Das Erwarten. Sogar das Hoffen.

Wünschen – erwarten – hoffen. Unterscheidet sich eins vom anderen? Ist Enttäuschung immer das Ende einer Täuschung, das Ende einer (falschen) Erwartung oder könnte man sie auch zerschlagene Hoffnung nennen?

Sicher ist, dass ich mit wünschen, erwarten und hoffen irgendwie eine innere Kraft aufwende und benütze, von der ich denke, dass sie in der Lage ist, mich der Erfüllung meines Wunsches ein bisschen näher zu bringen.

Die einen Menschen sagen mir dann, dass ich mit meinem Wünschen und Sohabenwollen meinen eigenen Willen durchsetzen möchte, mein Leben nicht wirklich der Herrschaft Gottes unterstellt habe und er also nicht an erster Stelle sitzt und nicht über mich verfügt.
Die anderen sagen mir, dass dies das Ego sei, das sterben müsste und von dem ich frei werden muss, damit ich weiterkomme.

Sie sagen beide dasselbe mit anderen Worten.
Ich kann mein Leben Jesus übergeben. Ich kann das Ego loslassen. Es ist beides dasselbe.

Es geht allein um meine innere Haltung. Die Haltung, dass ich vertrauensvoll weitergehe, nichts erzwingen oder beeinflussen will. Ich werde dennoch auf rasantem Weg das erhalten, was ich mir in meinem Tiefsten wünsche. Zu dieser Haltung gehört aber, dass ich die Erfüllung nicht mit meinem Loslassen bezwecken möchte. Ich lasse nur los. Ohne Bedingung.

Solches Loslassen, wirklich ehrliches Weitergehen, ohne zu wollen, was ich ersehne, ist ein Geschenk, Gnade.
Einerseits.
Andererseits bereite ich mit meinem Wunsch und Bestreben, auf solche Art loszulassen, den Boden dafür.
Die wohlbekannten Gleichzeitigkeiten und Paradoxa auf der geistigen Seite des Weges.

Das grosse, zusätzliche, göttliche Geschenk, das jenseits solchen Loslassens auf mich wartet, ist die Erfüllung dieser innersten Wünsche. Sie können nicht anders, als erfüllt werden, denn sie sind aus Gott. Sie erfüllen sich zu ihrer Zeit und die ist dann, wenn ich völlig frei weitergehen kann, ob sich dieser Wunsch erfüllt, oder nicht.

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9 Gedanken zu “Alles loslassen. Das Loslassen. Das Wünschen. Das Wollen. Das Erwarten. Sogar das Hoffen.

  1. also ich denke ja der Jesus hat uns eine schöne Geschichte vorgelebt und zwar die Geschichte bist „du“ dein Selbst.
    Ich lese gerade ein sehr schönes Buch von Suzan H Wiegel “ Fliegen kannst du nur gegen den Wind“.
    Loslassen können wir nur in uns selbst, dafür müssen wir uns auch mit uns selbst ein wenig unterhalten. Keine einfache Übung, aber wer soll sich sonst mit meinem Ego unterhalten und es zu loslassen zu bewegen, womöglich will ich auch weiter das es festhält, an dem Losalassen können.-)
    Das Ego sterben zu lassen ist kurios, warum etwas sterben lassen, was mich liebt, ich muss es nur zurücklieben und mit ihm reden, Jesus konnte das, Buddha, Krishnamurti und viele Andere auch.
    Was wir dafür benötigen ist Achtsamkeit mit uns selbst, ein wenig liebevolle Diziplin und Mut uns zu begenen.

  2. Maria, ich war ein wenig erschrocken über deine Gedanken. Nixzen hat es gut in Worte gebracht. Dein Ego ist ein Teil von dir. Ego ist selbstbezogen, sich selbst fühlen und das ist wichtig. Man sollte es nie sterben lassen, loslassen, jemanden übergeben. Es gehört dir und nicht Gott, Jesu… Ich denke, sie lehren uns nur, achtsam zu sein mit uns selbst und den Menschen, nachsichtig, verzeihend und vorallem tolerant, respektvoll, würdig. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Sie herrschen nicht über uns, sie können uns nur begleiten. Glauben heißt nicht, sich unterordnen. Auch ich trage einen Glauben in mir, eine Quelle der Kraft und Zuversicht, gerade wenn nichts mehr geht, aber er hat keinen Namen. Lieben Gruß morgenrot

  3. Warum erschrecken?
    Vielleicht hab ich mich, da es ein ziemliches Konzentrat ist, nicht so klar ausgedrückt.
    Ich kenne die freievangelische Richtung, die lehrt, dass man sein Leben Jesus übergeben soll (das ist jetzt Insider-Fachjargon ;-)) und ich kenne ein wenig die esoterische Richtung, die lehrt, dass man sein Ego sterben lassen soll. Beide meinen dasselbe und in meinen Augen nichts Falsches.
    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich gerade dann mit genau demjenigen beschenkt werde, das ich zuvor ganz losgelassen habe. Wie auch immer ich das dann formuliere, die Haltung ist das Zentrale. Es ist keine Unterordnung. Eine solche wäre, wenn wir sie in dem Sinne verstehen, wie wir das meistens tun, lebensfeindlich. Es ist eher so, dass ich dann, wenn ich losgelassen habe, erst freie, offene Hände habe, das zu empfangen, was ich eigentlich haben möchte und es fast immer auch erst dann erhalte. Ich spüre, dass wenn ich nicht auf diese Art losgelassen habe, immer Enttäuschung mitschwingt für die Teile, die nicht so sind, wie ich sie gern hätte. Wenn ich aber loslassen konnte, und das bedeutet für mich, den Wunsch selber ebenfalls loszulassen, dann erhalte ich das, was ich ersehne in viel grösserer Art und Weise. Es ist ein Geheimnis, das, so denke ich, Menschen leben, die „ihr Leben Gott übergeben“ oder „ihr Ego loslassen“. Wenn ich von den Bildern wegsehe, die ich, wir in diese Ausdrücke legen, gelegt haben, und versuche, das zu sehen, was sie wirklich meinen, dann merke ich, dass es genau das Gleiche ist, was ich erfahre, auch wenn ich es vielleicht nicht so ausdrücken würde.

  4. Ich denke wir übergeben in Jesu oder Gott nicht das Ego an eine Art dritte Person, sondern die sind wir selbst, unser „über Ich“ . So muss das Ego nicht sterben, aber es bekommt einen führenden, weisen Partner und Freund. Es gibt zwei Sichtweisen von Gott: Jeder ist einer, er ist in jedem von uns oder er ist ein getrenntes Großes. Ich denke jeder ist einer:-) und zusammen sind wir unendlich groß.

    1. @ giannina: Danke :-)
      Und schön, Dich hier wieder mal zu sehen! Herzliche Grüsse an Dich!

      @NixZen: Jesus, Gott, Ego, höheres Selbst…….. sind Bilderworte für das, was sich in der unsichtbaren Welt abspielt. Es ist nicht relevant, wie wir diese Dinge nennen, zugrunde liegt immer dasselbe. Ich glaube nicht, dass man Gott oder das, was wir so nennen, in das eine oder andere einteilen könnte. Er ist alles, was wir uns unter ihm vorstellen können und darüber hinaus alles andere, was wir uns nicht mehr vorstellen können. Und er ist immer beides. Er ist ein getrennes Grosses und gleichzeitig ist er in jedem von uns. Das sind Bilder, mit denen wir uns behelfen. Von dieser einen Wirklichkeit können wir nur immer einen winzigen Bruchteil kennen und doch liegt in jeder Winzigkeit sein ganzes Alles. Bilder sind das. In jeder Zelle sind alle Erbinformationen, aber doch ist jede Zelle ein eigenes. Zusammen das Ganze. So ähnlich Gott und wir.

  5. ich hätte es nich anders ausdrücken wollen:-) Anscheinend kamen meine textlichen Einwürfe etwas anders rüber.

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