Es ist wie es ist.

Ein Satz, der Anstoss gibt, nachzudenken.

Ausgehend von diesem sehr interessanten Artikel ein paar kleine Gedanken dazu (dort im Kommentar bereits in ähnlicher Art geäussert).

Der Satz ist meiner Meinung nach anders zu betrachten, als er das normalerweise wird. Nicht als defensiver Umgang mit dem Jetzt und als billiger Trost für das, was uns widerfährt.

Normalerweise sehen wir uns etwas an und ordnen ein. Wir sagen, es ist schlecht, oder es ist gut.
Es ist, wie es ist, meint: Es ist. Es ist nicht gut. Es ist nicht schlecht. Es ist. Frei von Beurteilung.
Und dann kann etwas Neues geboren werden auf diesem leeren Feld ohne Urteil.

Versuch mal, diese Wertfreiheit zu fühlen und zu sehen.
Das hat nichts mit Rückzug oder Resignation zu tun. Es ist nicht defensiv. Es ist einfach nur da. Mit allen Fakten, die zu beurteilen wir nur immer aus einer Sichtweise imstande sind.
Nehme ich sie als Fakten, als Ausgangsmaterial für das Weitergehen, dann liegt darin Kraft. Auch Nährboden für eine Veränderung, sogar Revolution, die daraus erwächst.

Dafür muss ich erst sehen, was ist. Und auch innerlich sagen: Ja, so ist es. So und nicht anders. Von jetzt und von hier aus gesehen. Das ändert ja. Immer.
Dann kann ich weiter machen: Ok. Es ist so. Was jetzt? Wie gehe ich damit um? Wie will ich reagieren? Was ist meine Antwort?
Dann tue ich das und sehe, was passiert. Wieder möglichst wertfrei (schwierig, schwierig, ich weiss!): Aha, jetzt entsteht das und das… Aha, der reagiert jetzt so und so…
Dann wieder: Was jetzt? Wie gehe ich damit um…..

 

Theoretisch wäre so eine Vorgehensweise weniger von Leiden behaftet, als das, was wir normalerweise tun. Theoretisch.

Auch den Satz im originalen Wortlaut von Erich Fried „Es ist, was es ist“, sagt die Liebe, könnte man auf diese Art betrachten.

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Ein Gedanke zu “Es ist wie es ist.

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