nachdenklich

Wenn ich heute meine Bloglektüre ansehe, dann frage ich mich, ob sich irgendwas, irgendwas, das „in der Luft liegt“, in den Sternen steht, oder sonstwo, sich den Weg zu mir bahnt und ich das wahrnehme, dem mit meinem Sein ein Kleid gebe. Ob es so etwas gibt, wie eine Tagesseele, die gelebt sein möchte. Als ob der Tag ein Wesen wäre mit Gefühlen und als solcher einen Ausdruck finden möchte, Seelen sucht, die ihn leben.

Warum ich darauf komme? Weil ich in verschiedenen Blogs Dinge las, Gefühle und Erlebnisse, die von der Klangfarbe und dem, was draus gelernt wurde, genau, auch zeitgleich, in meine Tage passen. Das ist nicht immer so. Aber manchmal schon. Sehr deutlich. Erschreckend deutlich.

 

In den letzten Tagen frage ich mich, ob ich mich schützen kann. Ob ich das soll, oder ob es Menschen geben muss, die sich nicht schützen. Die solche Dinge tragen. Stellvertretend, vielleicht.

 

Diese Gedanken sind sehr vage. Sind leise, unhörbare, unsichtbare, hauchdünne Schleier einer grossen Weite, die sich um mich bemerkbar macht. Und bessere Worte finde ich dafür nicht.

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4 Gedanken zu “nachdenklich

  1. diese Weite spürst nicht nur du allein, gut wenn du es spüren kannst.
    Schutz vor dem neuen Unbekannten…, war das Alte sicher?
    Es ist ein bissel als wenn man Schutz benötigt wenn man verliebt ist, wenn man dieses fiebrige Gefühl hat und man noch nicht weiß, was wird:-).Îch hoffe am Ende knutsche ich mit der Zukunft!

    1. Du beste aller Fragenstellerinnen: Ja.
      Es ist manchmal, als ob ich dem, was da auf mich wirkt, schutzlos ausgeliefert bin. Als ob ich nicht wählen könnte, ob ich es an mich heranlassen will, oder nicht.
      Wenn ich drin bin, ist es mein Eignes, zu meinem Leben logisch Dazugehörendes. Aber wenn ich im Nachhinein, beim Lesen sehe, dass andere zeitgleich dasselbe erlebten, wird es mir fremd. Dann ist, als ob dieses Unbekannte mich benützt hätte um zu sein. Ich spüre, dass es etwas Gewaltiges und Weites ist.
      Das sind zu deutliche Bilder. Es ist hauchdünn und fast nicht fassbar.
      Es ist das gleiche Gefühl, wie wenn ich mich nicht abgrenzen kann, z.B. gegen Unglücksnachrichten. Darum auch der Gedanke, ob es Menschen geben muss, die dieses Etwas tragen.

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