Meditieren ist vor Gott zu sitzen und auf ihn zu warten

Viele Male bin ich mit dem Kopf voller Gedanken an diesen Ort gekommen, mit dem Drang, alles zu sagen und einer Furcht, wenn ich es nicht sagte, nicht gehört und gesehen zu werden. Ich stand am Ufer und wollte den Himmel spüren in der Tiefe, griff mit der Hand nach den Steinen, ob darunter nicht ein Stück davon zu sehen sei, und wirbelte nur Sand und Dreck auf.

Wenn ich lange genug einfach nur sitze und warte und schaue, dann wird das Wasser klar und die Wellen glatt, und dann weiss ich auf einmal, weil ich es erlebe, dass die unsichtbare Welt, die mich umgibt, mich bis in jede kleinste Zelle ausfüllt, dass sie webt und lebt in mir und mein Körper nur eine dünne Hülle ist, innen von aussen abgrenzend, klein, aber das Universum fassend. Innen ist aussen und aussen ist innen. Dasselbe und doch nicht.

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24 Gedanken zu “Meditieren ist vor Gott zu sitzen und auf ihn zu warten

  1. Auf Gott warten ist unsere Pflicht und Auftrag,
    das beweist,dass ich mit Ihm in eine Verbindung,Vereinigung und
    in eine lebendige Gemeinschaft treten will.

    Auf Gott warten in einer stillen und schweigenden Andachte,
    alleine in einem Kämmerlein oder zu Zeit oder Drei in einem Saal,Garten oder Wüste,
    beweist, dass ich nicht nur an einen Gott glaube-SONDERN,
    dass ich IHM vertraue und mich anbiete hierdurch, seinen Willen zu tun.

    1. Genau.
      Das Warten ist nicht weil er nicht schon da wäre. Das Warten ist Ausdruck meiner Ernsthaftigkeit, ihn sehen zu wollen. Und Ausdruck meiner Hingabe.

  2. Toll, wie du immer wieder so schöne Worte findest.
    Nur von Gott zu reden, finde ich immer was schwierig. Es wird allzu persönlich im wörtlichen Sinn des Wortes. Gott wird zur Person. Und damit fangen die Probleme an: Wer ist der richtige Gott? Gott? Jachwe? Allah? Manitu? … Ich weiß, wir Menschen sehnen uns danach, dem Göttlichen eine Figur zu geben, einen Namen, ein Gesicht. Doch genau das sollten wir nicht tun. Weiß jetzt nicht mehr, wo es in der Bibel steht, aber es steht drin. Bei den Muslimen gehört es glaube ich auch dazu, sich von Allah kein Bild zu machen. Wie es bei den Juden ist weiß ich nicht. Da ich aber glaube, dass es im Alten Testament steht, müsste es auch dort gültig sein. Bei den Buddhisten existiert kein Gott in unserem Sinne. Das ist mir sehr sympathisch.
    Das Universum, das uns umgibt, enthält ja bereits alles Göttliche. Aus ihm sind wir entstanden. Dorthin kehren wir zurück. Wir. Die Steine. Die Pflanzen und Tiere. Sogar EHEC.

    1. Von Gott zu reden ist in der Tat schwierig. Gott ist beides. Person und Geist. Das christliche Gottesbild gibt dem Ausdruck durch die Dreieinigkeit. Alle Religionen machen sich ein Bild. Jeder einzelne macht sich ein Bild. Wir geben Gott einen Namen weil wir so „gestrickt“ sind. Aber geistige Dinge kann man mit dem Verstand nicht erfassen und daher auch nicht in Worten. Es ist immer schon ein Bild, auch wenn ich sage, ich mache mir kein Bild. Gott ist immer anders. Das wird so bleiben.

      1. Gott oder besser das Göttliche ist für mich das Wort, mit dem wir Menschen die Mächte, Kräfte, Zusammenhänge und Wirkungen zu fassen versuchen, die wir nicht greifen, nicht verstehen, nicht erklären können. Wenn man mit sich und der Welt im Einklang ist, auf einer Welle schwingt, kommt man diesem Göttlichen sehr nahe. Ich denke, Meditation ist ein Weg dahin. Dafür brauche ich aber keine Figur mit oder ohne Bart, keine Dreifaltigkeit und keine göttlichen Verwandschaftsbeziehungen.

  3. Zitat:“ Auf Gott warten ist unsere Pflicht und Auftrag,
    das beweist,dass ich mit Ihm in eine Verbindung,Vereinigung und
    in eine lebendige Gemeinschaft treten will.“
    Gott vergibt keine Aufträge und auch keine Pflichten, wir müssen ihn auch nichts beweisen, wenn wir ihn finden wollen brauchen wir nur uns selbst sein.
    Ob wir „Selbst“ sind in der Mediation oder mitten in einem Kaufhaus spielt keine Rolle, Gott ist überall und er lässt sich überall finden, da wir ihn immer bei uns tragen:-)

    1. Ja, er lässt sich überall finden. Wir sind ja eben bis in die kleinste Zelle erfüllt von ihm, müssen daher gar nicht suchen, und doch: Immer und ständig spüren wir ihn nicht. Es braucht gewissermassen eine innere Ausrichtung und Haltung dafür. Die finden die einen in Gesellschaft und die anderen in Abgeschiedenheit. Gott erklärt, oder vielleicht eher, zeigt sich für mich fast immer in Paradoxa. Er ist beides, könnte ich fast immer sagen. Oder, es sind beide Ansichten richtig.

  4. „Gott erklärt, oder vielleicht eher, zeigt sich für mich fast immer in Paradoxa. “
    Lach, ja im Leben ist es so:-)))!!!

  5. mayarosa,
    Der Schöpfer- Gott und Schöpfer- Geist, jetzt ist es raus, ist >Körperlos und Geist, ist weder männlich noch weiblich.
    Es ist ein >AffrontGEIST und LEBEN, LIEBE und GERECHTIGKEIT, LICHT und WAHRHEIT u.v.m was GOTT
    als GEIST in dem UNIvERSUM und Menschen, hervorbringt an allem GUTEN und SCHÖNEN.

    ADAM und EVA,sollten das Bildnis Gottes tragen, es ist ein >geistiges Bildnis< und nicht ein stoffliches Bildnis.

    Seit der Zeit und Abfall von Gott durch den ersten Adam und Frau Eva,
    leidet die Menschheit an dem Mangel GOTTES durch den Menschen,der das wahre Bildnis
    Gottes haben und offenbaren sollte auf ERden.

    Religionen,Kirchen, Tempeln, Gemeinden und Sekten gibt es ZUhauf,
    aber wer hat Christus verstanden und ist IHM gehorsam,
    dass ihn GOTT mit seinem GEIST und BIlDNIS, in die Welt und unter die Menscheit senden kann???
    EIN jeder rette sich von solchen Irrlichtern und blinde Blindenleiter sagte schon Christus.
    Gehe in deine Kammer,Garten oder Wüste,wie es die ersten Christen taten,
    UND warte, erwarte den, der deines Herzens und Zukuft-Freude sein will, Jesus Christus.
    VON dem es heißt:
    "Sehet zu, dass ihr den nicht abweiset, der da redet.
    Denn so jene nicht entflohen sind, die ihn abwiesen, da er auf Erden redete,
    viel weniger wir,so wir den abweisen, der vom Himmel redet. Hebräer 12,25Offenbarung 3,20

  6. Technischer Fehler meinem Kommentar:

    „ES ist ein Affront wider dem Heiligen GOTT,
    IHN als ein stoffliches BILD, Skulptur, ets. darzustellen.
    WO diese Götzenanbeter und Abgöttische geblieben sind
    von Anfang der Menschheit -Antike- und bis heute,
    kann man an ihren verlassenen und verkommenen Bauten erkennen.
    GOTT lässt sich von keinem Menschen spotten,
    auch nicht vo nden selbsterwählten „Oberen“ der christlichen Kirchen,
    die en Gewerbe und Krämerladen aus der >RELIGION des GEISTES< gemacht haben.(ZUsatz)

  7. @Peter. Finde deinen Text etwas verwirrend und weiß nicht so recht, worauf die hinaus willst. Sehr göttlich (gelassen, liebevoll, tolerierend) klingt er jedenfalls nicht, eher kämpferisch im Einsatz für die „rechte Interpretation der Welt“. Genau die gibt es aber nicht. Bzw. genau wegen dieser „rechten Interpretation der Welt“ wurden und werden viele Kriege geführt und Menschen, Tieren, Pflanzen Leid zugefügt.
    Literaturtipp: Gotthold Ephraim Lessing: Nathan der Weise.
    Der Mensch ist im Gesamtzusammehhang des Universums/der Schöpfung nicht besser als der Esel oder die Rose. Das sind alles Lebewesen. Und alles hängt mit allem zusammen. Sogar das Leben mit der toten Materie.

  8. „Meditieren ist vor Gott zu sitzen und auf ihn zu warten“

    Das Schöne ist, dass wir nicht lange warten müssen auf Gott, wenn wir uns öffnen für ihn. Denn er wartet ja auch auf uns.

  9. Mayarosa,

    Gott ist der eine >HeiligeWidersacher GottesSakrament der inneren Verbindung, Vereinigung und
    lebendige Gemeinschaft gefunden zu haben, da hören alle menschliche Worte,
    gemietete der geklaute Predigtvorlagen auf, gleich von wem sie kommen.
    BESITZEN geht vor Bekennen!!!

    1. „BESITZEN geht vor Bekennen!!!“
      @ Peter. Wozu etwas besitzen wollen? Ich mag lieber sein, möglichst oft und möglichst nah bei mir selbst sein. Dann bin ich eins mit dem Universum und dem Göttlichen nah. So, wie es die Schneiderin ja schön beschrieben hat.

    1. @ Peter: Ich weiss leider nicht, woher die technischen Fehler kommen. Vielleicht weil Du Deinen Text von irgendwo kopiert und eingefügt hast?
      Ich will Dir damit nicht unterstellen, dass es nicht Dein Text ist. Man kann ja auch in Word schreiben und dann hierher kopieren. Oderso. Aber meistens kopiert man dann nicht puren Text, sondern noch irgendwelche Formatierungsreste aus dem anderen Programm. So könnte ich es mir erklären.

      1. schneidrin,
        Gut das Du es ansprichst!
        Ich kopiere meine Kommentare noch ihre Aussagen NICHT,
        denn Gott hat mich nicht gesandt>gemiete oder geklaute Predigtvorlagen
        nachzuäffen der nachzuplappern we es HEUTE üblich ist!!!
        Ich darf zwar im Geist, Namen und Auftrag Gottes,
        die >BibelchristenWohnung< genommen hat bei meiner Wiedergeburt vor 50 Jahren
        außerhalb aller chr. Kirchen und Sekten, so habe ich das Vertrauen Gottes,
        dass der Heilige Geist mr eingibt, was ich reden oder schreiben soll.

        Bei diesen "technischen Felern" stelle vich fest, dass meine angezeigte Schrift,
        sehr klein ist und ich mch manchmal vertippe und korrigieren muss(die Schrift allein).

        Danke Dir für Deine Interesse an meinen technischen Fehlern,
        den ein jeder will mit seinem Kommentar und Aussagen,verstanden werden denke ich.
        Bleib in der Liebe Gottes!

  10. Es ist für mich so, wenn Gott alles erschaffen hat ( wer was immer „Gott“ ist ), so sind wir ein Teil dessen und somit ein Teil von Gott, oder eine „Vervielfätigung von Gott. Wie auch immer haben wir göttliches in uns, wir suchen also immer etwas, was wir womöglich selber sind oder zumindest ein Teil eines Ganzen davon. Anscheinend haben wir vergessen woher wir kommen, daher die ewige „Suche“.
    Vielleicht sollten wir weniger suchen, sondern uns einfach finden lassen.
    Ich wünsche euch allen einen sonnigen Sonntag:-)

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