Nur Worte

Illusion, diese Gedanken, Worte, die kommen, sich von selbst formulieren, die ich nie so sagen könnte, suchte ich danach? Bin ich das? Wer bringt zu Wort und wer fasst das alles zu Gedanken?
Wenn ich Tage später lese, klingt oft fremd, was ich selbst geschrieben habe. Weshalb? Bin ich es nicht, die schreibt? Welches Ich schreibt?

Es sind Worte, leere Hüllen. Doch transportieren sie etwas Unsichtbares: Geist, der hinter all dem ist, der all das erschafft. Gott ist es, der redet in mir. Mein Urgrund. Mein ewiges Sein.
Auch das wieder Worte, die versuchen zu fassen, die versuchen, greifbar zu machen, was nicht greifbar, nicht fassbar ist.
Unfassbar und unbegreiflich, aber nicht unberührbar ist dieses Grosse, Allumfassende, Ewige. Nah ist es, näher als alles, näher, als Worte beschreiben könnten, und doch für diese drei Dimensionen nicht greifbar.
Es ist nur in Bilder und Worte übertragbar. Und jedes Wort ist nicht dieses Eine. Es kann nur Übersetzung sein. Nur immer Bild, nur immer Form, nur immer Denkgebäude, Weltanschauung. Nie aber das Ewige selbst.

Und so werd ich darüber still in mir weil es unaussprechlich ist.

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2 Gedanken zu “Nur Worte

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