Poetry-Slam zum Ersten

Gestern Abend hab ich was getan, was ich schon sehr lange tun wollte: Ich ging zu einem Poetry-Slam, einem Literaturwettbewerb der besonderen Art. Zehn Dichter treten auf. Jeder hat ein Mikrofon und sechs Minuten Zeit, das Publikum in seinen Bann zu ziehen, zu unterhalten, Geschichten zu erzählen, Bilder mit Worten zu malen. Keine weiteren Requisiten, keine Verkleidung, keine Musik.
Die Slammer trugen ihre Texte vor, fünf Leute aus dem Publikum bewerteten, die besten vier beschenkten uns mit einem zweiten Text und wir entschieden per Applaus, wer Siegerin ist. Renate Leukert, wobei mir persönlich Tilman Döring besser gefallen hat.

Die Themen: Gott, Liebe, Sex, Politik, Kindheitserinnerungen. Was sonst.

Tiefgründig, aber nicht zu schwer, mit Humor, Pfiff, Einfallsreichtum getextet, mit Engagement und Dramaturgie vorgetragen – auswendig oder abgelesen spielte dabei keine Rolle – war das ein wirkliches Vergnügen!
Moderation: Richi Küttel und Etrit Hasler. Das war mindestens ebenso unterhaltsam.
Das Publikum bunt gemischt, aber vor allem jung. Überraschend für mich. Für alte Slammer wohl nicht.

Da geh ich wieder mal hin.
Was ich als nächstes probiere, ist der Dichtungsring, aber wahrscheinlich erst im März.4stats Webseiten Statistik + Counter

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2 Gedanken zu “Poetry-Slam zum Ersten

  1. Danke!

    Beim morgendlichen Streifen durch meine Blog-Bookmarks stoße ich auf deinen Text „Geben-Erwarten“ in der Blogbibliothek, die ich erst vor Tagen meinem Reader zufügte.
    Er berührt mich, er ist wie eine freundlich erinnernde Stimme, die zu mir spricht, ein Anstoß, die Perspektive zu wechseln, den Blick auf meine aktuelle innere Situation weiter zu machen und zu entspannen.
    Wie schön, wie überraschend, im großen Netz voller bunter Oberflächlichkeiten plötzlich einen warme Seelenqualität zu spüren!

    Dann lese ich „Schneiderin“.
    Das klingt irgendwie vertraut? Mit wird klar – ja, war das nicht die Frau, die gestern so schön über das spielerische Sein im Sechs-Jahre-Kinderkosmos sprach? Was spontan die Sonne meiner Kindertage leuchten liess?

    Als ich diesen Eintrag lese, verstehe ich. Ich bin fasziniert. Zufall und kein Zufall. Dieselbe Quelle. Das ist Synchronizität, von ihrer wunderbaren Seite.

    Ich wollte mich einfach bedanken und Dich wissen lassen, dass schön gestaltete Seelenworte wie deine tatsächlich Ohren finden, in denen sie warm und nachdenklich wiederklingen. Dass sie einfach gut tun in einer Welt, die sich vergisst und deshalb oft voller Angst ist.

    Kreativität ist etwas Wunderbares.

  2. Der Dank geht an Dich!
    Dein Kommentar sagt mir, dass ich auf der richtigen Spur bin. Er sagt mir, dass das, was in meinem Innern ist, sich lohnt zu teilen, weil andere damit beschenkt werden. Das ist meine Motivation, zu Schreiben.
    Und ich verrat Dir noch etwas: Meine Texte beschenken mich selbst, manchmal, wenn ich sie lange nicht mehr gelesen habe. Ich frage mich dann, ob wirklich ich das war, die schrieb und bin überrascht. Solche Texte stammen direkt aus dem Innersten.
    Liebe Grüsse
    Maria

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