Finanzkrise

Da les ich im Netz von der weltweiten Finanzkrise. Zu meiner Schande muss ich gestehen, erst jetzt. Ich lese von Gier, Verantwortungslosigkeit. Vom Leben auf Pump. Thinkabout hat einen sehr empfehlenswerten Artikel darüber verfasst, mit dem er mich zum Nachdenken brachte. Was tu ich? Was tun wir? Ist unser Immer-das-Neueste-haben-Wollen wirklich besser?

Genauso wie alle anderen bin ich doch letztlich dort gelandet, wo ich nie hin wollte. Ich fahre ein Auto, für das ich, zwar nicht einer Bank und ohne Zinsen, aber doch: jemandem Geld schulde. Was, wenn ich es morgen bei einem Unfall verliere? Dann hätte ich keine Chance, ein neues zu kaufen. Die Mini-Finanzkrise.
Wir sind, dank glücklicher Umstände, mit vielen technischen Spielereien gesegnet. Zugegeben, es ist verlockend und sehr bequem. Zum Beispiel habe ich über das Angebot eines iPod Touch nachgedacht. Erst habe ich abgelehnt, dann bereut und jetzt bin ich froh über meine Entscheidung. Ich darf stattdessen Maritos iPod nano „nachtragen“. Es ist cool, jetzt via angedocktem Radiosender überall meine eigens für mich zusammengestellte Musiksammlung zu hören. Aber ist es nötig? Vorher hatte ich dafür das Handy. Extra zu diesem Zweck mit mehr Speicher ausgerüstet. Ich musste mich trotzdem in der Auswahl der Songs beschränken, aber es hatte gereicht.

So könnte ich noch viele Gebiete anführen, in denen ich technisch bestens ausgerüstet bin, obwohl ich mal vehement dagegen war. Das meiste davon habe ich geschenkt bekommen und mich in den meisten Fällen auch sehr darüber gefreut. Trotzdem würde ich manchmal gerne ein Leben ohne all das führen. Ein Leben der Einfachheit und der Stille. Ein Leben des leisen Glücks und der leisen Töne. Ein Leben, in dem man den eigenen Luxus dafür verwendet, andere zu beschenken und zu erfreuen. Eins, in dem man den Kontakt zur Natur und zu sich selbst nicht verliert ob all dem Lärm, der Informations- und Bilderflut.
Ich weiss, das eine schliesst das andere nicht aus. Das Leben in solcher Schlichtheit ist aber doch ungleich schwieriger in einem Umfeld, wo man mehr hat, als nötig wäre.

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Hier hab ich noch eine informative Seite zum Thema gefunden. Wobei beim Lesen die Frage aufgetaucht ist, ob wir hier nicht wieder eingelullt werden (überall sonst passiert es, aber hier in der Schweiz nicht). Ich kann es nicht beurteilen. Wie sinnvoll ist es dann, mich darüber zu informieren? Angesichts dessen verblasst die Tatsache, dass ich meist schlecht über das Weltgeschehen informiert bin.
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