Nur ein Stückchen Brot

Eines Tages kam ein junger Mann zu einem Weisen und fragte ihn: „Du bist alt und weise. Sicher kannst du mir sagen, wie man glücklich wird.“

Der Weise nahm sein Stück Brot, das er gerade ass, teilte es in zwei Hälften und reichte eine davon dem jungen Mann.
„Iss“, ermunterte er ihn, „Und sage mir, was du darin siehst.“

Der junge Mann biss herzhaft in die knusprige Rinde.
„Ich sehe ein Stück Brot. Und es schmeckt sogar richtig köstlich“, stellte er überrascht fest.
„Und es duftet himmlisch“, fügte er hinzu. Dann schwieg er.

„Iss weiter und schliess die Augen“, forderte der Alte ihn auf.
„Siehst du das Weizenfeld? Siehst du den Wind, der die Halme wiegt? Siehst du den Regen, der ihren Durst stillt? Siehst du die Sonne, die sie mit warmer Güte segnet? Siehst du die Erde, die sie nährt? Siehst du den Bauern, der die Ernte einbringt, den Müller, der das Korn verarbeitet, den Bäcker, der es zu diesem köstlichen Brot macht? Siehst du die junge Frau, die es für mich kaufte, das Kind, das es mir brachte? Und siehst du den Himmel, der über all dem wacht?
In diesem kleinen Stück Brot ist das ganze Universum und der, der es geschaffen hat. Und du hast das Vorrecht, daran teilzuhaben.“
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