Hoffnung

Hoffnung. Still und klar leuchtet sie in der Dunkelheit, glättet die Stirn und hebt den Blick zu den Sternen. Ihre Glut ist stark, doch sanft. Ihre Wärme lässt Zweifel schmelzen und bittere Kälte ertragen. Es ist als ob in deinem Inneren ein unauslöschliches Licht brennt. Ohne dein Dazutun glimmt es, selbst in heftigsten Stürmen.

Eines Tages ist dir Hoffnung zu klein und unwirksam. Du versuchst, sie mit Wünschen gross zu machen. Malst alles schön bunt an, kleidest sie mit Sehnsucht und Gedanken. Und ohne, dass du es merkst oder gewollt hättest, ist aus der Hoffnung Erwartung geworden.
Jetzt lodert sie, vergeht, wenn sich nicht erfüllt, was du gewollt hast, brennt heftig, schmerzt, verzehrt die Hoffnung.
Was übrig bleibt, ist die Enttäuschung.

Wenn du vermagst, dies alles loszulassen: Enttäuschung und Erwartung, deine Sehnsucht und alle Gedanken, dein Wollen und Wünschen, und wenn du am Ende selbst die Hoffnung leicht wie einen Schmetterling in Händen hältst, dann wird sie bei dir bleiben, wird dich wärmen, tragen. Und du wirst spüren, dass ein Neues da ist, das sie nährt: Es ist das Einverstanden sein mit dem, was ist.

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