Die Decke auf dem Kopf

Mein Bedürfnis, das Leben im Allgemeinen und unser Heim im Besonderen zu vereinfachen, aufzuräumen und zu strukturieren wächst wieder mal ins Unendliche. Das typische Die-Decke-fällt-mir-auf-den-Kopf-Syndrom.

Ich kam in den Genuss der wunderbaren Freiheit des Zigeunerlebens und darob ist die Zigeunerin in mir vollends aufgewacht. Jetzt passe ich nicht mehr in die Lücke, die ich hinterliess. Das Leben ist mir zu eng, obwohl ich hier in meinem Alltag viel mehr Platz habe als in dem kleinen Zeltchen.

Ich möchte mir ein einfacheres Leben basteln. Eins, das weniger Pflege braucht und mehr Erfüllung bringt.
Als wir noch auf dem Land wohnten, hatte ich dieses Bedürfnis nicht. Ich vermute, der viele Platz, der mir zur Verfügung stand, die Aussicht auf die Berge und die grössere Nähe zur Natur schufen die nötige Weite für mein Gemüt.

Jetzt muss ich sie mir selbst schaffen. Da helfen Spaziergänge an Orte, wo ich Aussicht ins weite Land habe. Schwimmen im eiskalten, glattgebügelten Wasser im fast menschenleeren Freibad. Aufräum-, Wegschenk-, Wegwerf- und Ausmistaktionen. Lange Autofahrten mit runtergekurbelten Scheiben und lauter Musik. Ein Nachmittag ohne Plan am See…

Aber am meisten hilft mir, wenn ich mir sage: Die Vergangenheit ist Geschichte, die Zukunft nur Gerüchte, doch die Gegenwart ist ein Geschenk…

(frei nach Meister Oogway. Der enlische Satz bringt es unübertrefflich auf den Punkt)

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2 Gedanken zu “Die Decke auf dem Kopf

  1. probiere es mal mit Meditation, schliess die Türe hinter Dir zu und setze Dich auf einen Stuhl und werde Still. Die Anleitung dazu findest Du auf meinem Blog, in;
    Was ist Zen ? und in Stille.
    Aber vielleicht meditierst Du Ja schon lange und Du brauchst meine Anregung nicht.
    Liebe Grüsse zentao

  2. Das ist ein weiser Rat.
    Na ja, sooo lange nun auch wieder nicht. Aber doch so lange, dass ich die innere Stille kennengelernt habe – in seltenen Momenten. Diese Erfahrung bewegt mich dazu, mit Meditieren weiter zu machen.

    Manchmal aber bringt das nichts Fühlbares für den Moment. Die Gedanken rasen trotzdem weiter und mein Inneres beruhigt sich nicht.
    Dann weite ich mein Zen in den Alltag aus und versuche, genau in dieser Sekunde da zu sein, etwas zu riechen, zu schmecken, zu hören, zu sehen, zu ertasten. In der Gegenwart anzukommen. Achtsamkeit, wie Du sie in Deinem Artikel beschreibst. Und das gelingt mir am besten in der freien Natur.
    Dann spüre ich deutlich: Die Vergangenheit ist Geschichte, die Zukunft ein Geheimnis. Was bleibt, ist das Geschenk der Gegenwart.

    Liebe Grüsse
    Maria

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