Der dritte Saft-Tag

Heute Morgen war ich erst mal noch ein wenig wackelig. Aber nach einer Wechseldusche (bei uns funktioniert die vollautomatisch, wenn man den Hahn ganz öffnet – regelmässige Wärme gibt’s nur bei halber Öffnung) und nachdem ich mich kräftig mit dem Frottiertuch abgerubbelt hatte, war mein Kreislauf wieder auf der Höhe.

Der Hunger ist klein, überraschend klein. Und er geht sofort weg, wenn ich ein paar Schlucke trinke.
Die Kopfschmerzen sind ganz verschwunden. Den Koffeinentzug habe ich also überstanden. Ähm, also, eigentlich hab ich ja nicht auf Null reduziert. Ich darf ja pro Tag zwei leichte Schwarztees trinken.
Leistungsmässig bin ich noch nicht ganz auf der Höhe. Wenn ich aber regelmässig was arbeite und nicht zu lange sitzen bleibe zwischendurch, die Sache dafür langsam angehe, dann funktioniert es bestens.

Meine morgendliche Meditation war heute anders. Auf welche Art, das weiss ich nicht so genau. Etwas Ähnliches wie damals ganz am Anfang hat sich verändert. Die erweiterte Selbstwahrnehmung hat sich vor meinen Augen weiter ausgeweitet. So ähnlich, nur total, muss sich das viel beschriebene Einheitsgefühl anfühlen.

Ich beobachte, dass etwas an mir essen will.
Ich will etwas zwischen den Zähnen haben.
Oder ich muss mir immer wieder auf die Finger klopfen, wenn ich gerade gedankenlos das Restchen der geraffelten Möhre in den Mund schieben oder die Sauce vorkosten will. (Kochen muss ich eben doch).
Den Essenden zuzuschauen, fällt mir nicht schwer.
Oder ich denke, du musst jetzt etwas essen, sonst kippst du noch um. Stimmt doch gar nicht! Ich muss lernen, auch mit meinem Verstand, meinem Körper zu vertrauen, dass das kein Problem für ihn ist. Dass er schon längst auf die innere Nährstoffversorgung umgestellt hat und keine Schwierigkeit damit hat, wenn ich nur trinke.
Oder ich möchte essen, nicht, weil ich Hunger hätte, sondern weil etwas anderes gesättigt werden möchte. Kann man es lernen, aus solchen Kreisläufen auszubrechen? Einfach nicht zu essen, wenn man keinen (körperlichen) Hunger hat. Den Hunger mit etwas anderem stillen? Nur: womit? Auch schöne Dinge, Entspannung, Beziehungen und sogar Spiritualität füllen nicht die ganze Leere. Auf Kommando? Das funktioniert sowieso nicht.
Freude! Ich glaube, reine, tiefe Freude ist etwas, was ganz ausfüllt. Oder innerer Friede. Zufriedenheit. In Freiheit sich selbst zu verschenken, auch. Also, jemanden oder etwas zu lieben.
Aber diese Dinge dauern nicht an. Und man kann das Davon-Ausgefülltsein nicht machen.
Ach, jetzt bin ich ganz schön ins philosophieren gekommen.
Ich bin gespannt, wie es weitergeht. Tschüss, bis morgen!

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