Schweizer Gastfreundschaft

Heute verlinke ich mal zu einer Homepage, genauer: zu einer Kurzgeschichte, auf die Gefahr hin, dass der Link in ein paar Wochen ungültig ist.
Wenn man hingegen auf Blogs verlinkt, sollte das einem ja nicht passieren, wird gesagt. Blogartikel verfügen nämlich über sogenannte Permanent Links, die für tausend Internetjahre gültig sind. Das sind, schätze ich, etwa zwei Jahre weltlicher Zeitrechnung.
Ach, und klick den Link ruhig an! Du landest nicht etwa auf der Seite der Geschichte, sondern auf der Startseite. Und die Geschichte findest du dann so: Texte – Prosa – Artikel für saiten – Venite tutti. (Und wenn wir schon dort sind: „Kein Anschluss unter dieser Mutter“ ist zu diesem Thema ebenfalls lesenswert)
Eine Homepage ist eben kein Blog. Womit einer der Vorzüge eines Blogs mal demonstriert wäre. Wie bequem, könnte man einfach auf den Link drücken um, flugs, direkt bei der Geschichte zu landen, nicht wahr?
Somit verlinke ich eben doch auf die Homepage, statt auf die Geschichte. Bleibt mir ja nichts anderes übrig.
Aber ich komm vom Thema ab.

In besagter Geschichte beschreibt „La Poetrice“, Eva, wie die Gastfreundschaft der Schweizer so ganz anders funktioniere, als die unsrer deutsch oder italienisch sprechenden Nachbarn.

Sie hat mich noch nicht kennen gelernt! Ich bin, gastfreundschaftstechnisch betrachtet, eine Ausländerin! Bei mir kann man jederzeit vorbeikommen und mich überraschen. Die Gäste bekommen, je nach Tageszeit, eine warme Mahlzeit aber zumindest eine Tasse Kaffee und etwas zum Knabbern. Ich entschuldige mich nicht für eine unaufgeräumte Wohnung. Und ich bin ganz glücklich, wenn der Besuch noch zum Nachtessen bleibt. Von mir aus können wir auch noch bis in die Nacht hinein plaudern. Ich liebe es, mich mit anderen auszutauschen. Es wäre auch kein Problem, wenn der Besuch spontan bei uns übernachtet.
Meine Gastfreundschaft wird höchstens abrupt beendet, dort, wo der Rest meiner Familie nicht weiter gastfreundlich sein mag. Diese Grenze gilt es zu respektieren. Ich will sie schliesslich nicht übermässig strapazieren.

Nebenbei: Ich bin die einzige Nur-Schweizerin in meiner Familie.

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