Aufgestöbert

Der Mond ist aufgegangen. Orangerot, verträumt.
Ein Luftzug bewegt meine Haare. Viele Gedanken ziehen vorbei.
Ich bin auch ein Mond. Du, Herr, bist die Sonne. Ohne Dich bin ich nichts. Erst wenn dein Licht, deine Liebe mich trifft, kann ich Licht und Liebe schenken. Du blendest mich, Herr. Erst, wenn du mir deinen Geist gibst, bin ich ein Mensch. Eigentlich jeden Morgen neu. In der Nacht gebe ich Dir mein Bewusstsein. Am Morgen gibst du es mir wieder. Jedes Erwachen eine Geburt. Jeder Morgen ein neuer Anfang in dir. Ein Grund zum Danken.

Das schrieb ich in mein Tagebuch, als ich fünfzehn war.

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