Unfertige Gedanken über die Zeit

„Soviel Zeit muss sein!“
So viel Zeit ist immer! Sie ist einfach da, ohne unser Zutun. Wir leben in der unsichtbaren Blase Zeit. Zeit ist etwas, das nur vom Betrachter aus existiert. Oder in umgekehrter Weise nur in Bezug auf etwas.
Zeit ist im Grunde nicht messbar. Jedenfalls nicht als fixe, gegebene Grösse. Sie bezeichnet die Dauer eines Weges. Anders gesagt, sie bezieht sich auf Bewegung. In Bewegung vergeht sie, bei Stillstand steht sie, rinnt langsamer. Zeit gibt es nur im Mitfliessen. Sie vergeht während man mitfliesst. Wenn man am Ufer steht, nimmt man sich aus der Zeit.
Dieses Vergehen der Zeit, das wir als vordergründig empfinden, ist nicht mal wissenschaftlich belegbar, hab ich grad in der Wiki gelesen.
Zeitpunkte fixiert man, um zu erreichen, dass man oder etwas aufeinander trifft, um sich miteinander abzusprechen, um Abläufe aufeinander abzustimmen. Mit Zeitpunkten und örtlichen Koordinaten wird der Treffpunkt festgelegt. Wollte man sich nicht treffen, bräuchte man die Zeit nicht.

Warum gibt es die Zeit? Alles Materielle hat einen Anfang und ist einem Vergehen, einem Wandel unterworfen. Mit der Zeit läuft auch die Lebensdauer ab. Und wenn man im Lauf des Lebens materiell gesehen abnimmt, sollte man geistlich gesehen zunehmen.
Der Geist ist nicht der Zeit unterworfen. Er vergeht nicht. Er war schon immer da. Bleibt für ewig.
Aber „immer“ und „ewig“ sind Zeitwörter, falsche Ausdrücke in diesem Zusammenhang. Der Geist ist. Und sonst nichts.
Darum sagt Gott: „Ich bin, der ich bin.“
Unser Geist ist Gottes Atem, Ruach, Hauch, Geist. Dasselbe.

Bild: aboutpixel.de / alte taschenuhr © bruno
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6 Gedanken zu “Unfertige Gedanken über die Zeit

  1. Ich nahm mir die Zeit, um über die Zeit zu lesen, dabei hätte ich eigentlich gar keine Zeit gehabt – aber mit der Zeit lernt man, mit der Zeit umzugehen, damit man sich Zeit nimmt, um über die Zeit nachzudenken und trotzdem mit der Zeit zu gehen. Soviel zeit muss sein ;-)

  2. „Wollte man sich nicht treffen, bräuchte man die Zeit nicht.“
    Das Gefühl der Vergänglichkeit ist also der Preis für die Kommunikation, für das Miteinander?
    „An den Kindern sieht man wie man älter wird!“ Dieser ewig Stossseufzer aller Eltern ist möglicherweise ein ganz gutes Indiz dafür, dass da vielleicht etwas dran ist…

  3. Zitat:“Unfertige Gedanken über die Zeit“

    es ist schon erstaunlich, wieviel „Zeit“ manch ein Mensch sich nimmt, über die Zeit nachzudenken. Vielleicht hätte nan vorher den Urheber dieses Bildes fragen sollen, was er wohl damit zum Ausdruck bringen möchte. Bevor man irgendwelchen, selbstgemachten, halbwissenden. besserwissenden, zurechtgelegten aus WIKI (ebenfalls selbsterstellten) Wissen sich seine Meinung macht und die dann verbreitet.
    Was ist Zeit?- Alles und nichts. Wir können der Zeit, zumindest auf unserem Planeten, nicht entfliehen. Daher ist es total überflüssig sich darüber den Kopf zu zerbrechen.
    Die „Botschaft“ die ich mit diesem Foto vermitteln wollte, ist und sollte stets die Selber sein, nähmlich sich über das, was man im nächsten Augenblick(auch Zeit) machen möchte, 100 % im klaren sein. Denn ein Zurück gibt es nicht.
    Soviel zum Bild „Bedenke….die Zeit“
    Ich möchte darauf hinweisen, dass es sich hierbei um ein copyright erstelltes „Werk“ handelt und ohne der Zustimmung des Urhebers, nicht genutzt werden darf.

  4. Ich hab den Text zuerst geschrieben, bevor ich mir ein passendes Bild im Internet dazu suchte. Das mache ich im übrigen immer so, wenn ich kein eigenes passendes Foto habe.
    Dass das Bild urheberrechtlich geschützt ist, habe ich meiner Erinnerung nach versucht, auf der Seite zu ermitteln. Ich verwende keine Bilder, ohne nicht einen Hinweislink dazu zu erstellen, was dem Fotografen normalerweise auch Besuche auf seiner Seite beschert.
    Das war vor einem halben Jahr. Mittlerweilen bin ich informiert. Hab es aber versäumt, die entsprechenden Bilder zu entfernen. Das werde ich selbstverständlich gleich tun.
    Im Übrigen sind meine Texte Gedankensplitter. Ich versuche auszudrücken, was ich empfinde, versuche, in Worte zu kleiden, was oft nur vage greifbar ist, aber doch da. In diesem Sinne erhebe ich weder auf Vollständigkeit noch auf Wissenschaftlichkeit einen Anspruch. Es ist gar nicht möglich, als Mensch, eine vollständige Sicht der Dinge zu haben. Erkenntnis wird immer nur Stückwerk bleiben.

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