Zwischen den Welten

Ich sitze auf einer Holzbank
im kalten Sonnenwind des Frühlings.
Es ist ein friedlicher Ort.
Eine glatte, wellenlose, wallende Kraft wohnt hier.

Warum zieht es mich hierher?
Was tue ich hier?
Wessen Leben ist das?
Wessen Träume?

Ich bin mir fremd.
Meine Gefühle sind mir fremd.
Ich verliere das Gefühl dafür, was in mir passiert,
Verliere meine Träume,
Verliere meine Vorstellungen vom Leben,
Verliere etwas, wovon ich nicht weiss, was es ist,
Verliere.

Ich weiss, und weiss doch nicht,
Ahne und ahne doch nicht,
Bin und bin doch nicht.
Bin hier und doch nicht.
Zwischen zwei Welten.
Wach oder träumend.

Die Konturen verschwimmen.
Nebel liegt über dem fremden, ewigen, wirklichen Land.
Ich höre den Fluss rauschen,
sehe ihn nicht.
Suche und weiss, dass es vergeblich ist.

Wenn die Zeit da ist,
werde ich
sehen,
finden,
verstehen,
wissen.

Foto: © K. Walter / Pixelio

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