Pilates mit Barbara Becker

Es ist soweit. Pünktlich zum meteorologischen Frühlingsanfang packt mich, beim Gedanken an den bevorstehenden, leichter bekleideten Sommer und die Badesaison, das Fitnessfieber.
Ich bin jeweils ein Spätzünder, springe nicht schon im Januar auf den Zug, sprich in die Geschäfte, um mich mit Säften, Tees, exotischen Früchten und Shakes einzudecken.
Da strahlen einem nämlich auf Fitnessbüchern und Viedohüllen schlanke Schönheiten entgegen, wo gerade noch Weihnachtsmänner, Engel und Lametta prangten. Und das finde ich jeweils ziemlich marktschreierisch. Ich weigere mich deshalb standhaft, auf solche Verkaufsstrategie reinzufallen.
Klar, auch ich habe über die Festtage zu viel Süsses und vorallem zu viel gegessen, aber das stört mich doch überhaupt nicht!
Erst dann im Frühling, wenn die ersten Schneeglöckchen blühen, die Luft nach Erde riecht und man nie genau weiss, welche Jacke denn nun wirklich zum Wetter passt…

Da hat mich also am Samstag so eine Fitness-DVD angelacht und mich an mein Vorhaben erinnert.
Ich möchte nämlich, wie jedes Jahr, meinen Körper soweit bringen, dass ich mich wieder so fit fühle, wie als ich zwanzig war. Das sind jetzt immerhin sechzehn Jahre her.
Ich schreibe bewusst „fühle“. Meine Figur von damals werde ich nicht erreichen und das will ich auch gar nicht. Ich möchte mich lediglich wieder so frei, beweglich und kraftvoll fühlen. Dass das automatisch eine gewisse Verbesserung der Haltung und Figur mit sich bringt, erhöht meine Motivation ungemein.

Heute Morgen hab ich also den Tisch vor dem Sofa beiseite geschoben, Maritos Trainingsmatte ausgerollt, die Storen runtergelassen (wenn ich dann fit und schön bin, werde ich stattdessen die Fenster öffnen) und die besagte Scheibe reingeschoben.
Es fängt mit Aufwärmübungen an. Schon bei der ersteren komplexen geht mir die Kraft aus. Das war ja höchste Zeit zum anfangen! Also, weiter!
Die Übungen folgen rasch aufeinander, werden selten so lange wiederholt, wie man braucht, um sich dran zu gewöhnen.
Also nichts, um gleich mitzumachen, sondern eher eine Vorzeige, wie es denn nun genau aussieht. Jedenfalls für blutige Anfänger wie mich.
Nach einer Viertelstunde gebe ich es auf, einfach alles der Reihe nach abzuspulen.
Ich wechsle zum Inhaltsverzeichnis.
Komplett-Training 80 min? Nein, das ist mir eindeutig noch zu lange.
Power-Figurstyling, 50 min? Ich weiss nicht recht. Auch zu viel, fürchte ich.
Also RelaxStretching 30 min? Ok, klingt gut. (Früher hätte ich mir natürlich das Power-Programm aufgebrummt, aber inzwischen hab ich gelernt, weniger von mir zu verlangen, und das dafür regelmässig zu tun).
Relaxen, das werd ich ja wohl noch schaffen! Aber am Morgen schon? Egal, ich kann ja abschalten, bevor ich einschlafe!

Was jetzt kommt, sind DehnungsKräftigungs– und Atemübungen, die es in sich haben. Ich spüre, wie unbeweglich und verspannt ich bin und dass die Übungen mehr als ausreichen, mich zu fordern. Meine Muskeln sind sowas von untrainiert, dass mir der Schweiss aus allen Poren strömt.
Ich werde jetzt also mal eine Weile lang Stretchen und Relaxen, und nur das! Das reicht vollkommen.
In ein paar Wochen bin ich dann hoffentlich so weit, endlich mit dem wirklichen Training anzufangen, nämlich mit dem Figurstyling.

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