Wenn ich heute meine Bloglektüre ansehe, dann frage ich mich, ob sich irgendwas, irgendwas, das “in der Luft liegt”, in den Sternen steht, oder sonstwo, sich den Weg zu mir bahnt und ich das wahrnehme, dem mit meinem Sein ein Kleid gebe. Ob es so etwas gibt, wie eine Tagesseele, die gelebt sein möchte. Als ob der Tag ein Wesen wäre mit Gefühlen und als solcher einen Ausdruck finden möchte, Seelen sucht, die ihn leben.
Warum ich darauf komme? Weil ich in verschiedenen Blogs Dinge las, Gefühle und Erlebnisse, die von der Klangfarbe und dem, was draus gelernt wurde, genau, auch zeitgleich, in meine Tage passen. Das ist nicht immer so. Aber manchmal schon. Sehr deutlich. Erschreckend deutlich.
In den letzten Tagen frage ich mich, ob ich mich schützen kann. Ob ich das soll, oder ob es Menschen geben muss, die sich nicht schützen. Die solche Dinge tragen. Stellvertretend, vielleicht.
Diese Gedanken sind sehr vage. Sind leise, unhörbare, unsichtbare, hauchdünne Schleier einer grossen Weite, die sich um mich bemerkbar macht. Und bessere Worte finde ich dafür nicht.



