Wenn einen das Wissen der Jugend zu überflügeln beginnt, könnte manch einer fürchten, jetzt seine Position, seinen Einfluss zu verlieren, und auf ganz praktischer Ebene, die Arbeit.
Aber das Wissen der Jugend ist technisch, ist materiell, wenn man so will.
In der Jugend wissen wir Fakten, wir lernen auswendig, wir häufen Wissen an, aber das ist nur ein Berg Wissen, der sich bereits in den Zwanzigern beginnt abzubauen.
Was wir wirklich brauchen, ist das Wissen des älteren Menschen, das zunehmend ein vernetztes Wissen wird. Nicht so sehr eins der vielen Fakten, als eins der Erfahrung. Ein Wissen um die Lücken, ein Wissen darum, wo nachzuschauen ist, wenn man Fakten nicht weiss, ein Training seiner Fertigkeiten und Instinkte, eine Weitsicht, mehr Überblick, eine grössere Gelassenheit und Sicherheit. Ein Wissen, das nicht mehr rein materiell ist, sondern mehr und mehr geistlich wird, wenn man es genau betrachtet.
Im besten Fall kann man technisches Wissen auf einem gewissen Niveau halten, indem man dranbleibt und sich ein Leben lang weiterbildet.
Das Bessere aber wäre es, sich intuitiv, kreativ, spirituell weiterzubilden. Dieses andere Wissen zu vermehren, das eigentlich Weisheit heisst.